Ausgesprochen dröge geht es im Sommerloch in den deutschen Hitlisten zu. So finden sich unter den Top 100 Longplay gerade mal zwei Neueinsteiger, der höchste davon mit „Welcome II Nextasy“ von Next auf Rang 45. Etwas lebhafter präsentieren sich die Singles-Charts. Der beste Neueinsteiger, „Freak“ von Lexy & K-Paul, muss hier zwar auch mit Platz 25 vorlieb nehmen. Dafür sorgen The Underdog Project mit „Summer Jam“ (von 12 auf vier), Mauro Picotto mit „Komodo“ (von 18 auf sieben), Robbie Williams mit „Rock DJ“ (von 20 auf neun) sowie Ronan Keating mit „Life Is A Rollercoaster“ (von 15 auf zehn) wenigstens für frischen Wind in den Top Ten.
Was ihm im Singles-Bereich mit den Titeln „Fill Me In“ und „7 Days“ schon zweimal in diesem Jahr gelang, schafft 2-Step-Star Craig David nun auch mit seinem Longplay-Debüt: den direkten Sprung an die Spitze der britischen Charts. Davids Album „Born To Do It“ ist in diesem Jahr im Vereinigten Königreich mit 225.000 abgesetzten Einheiten innerhalb der ersten Woche das schnellstverkaufte Album nach „Standing On The Shoulder Of Giants“ von Oasis.
Ein äußerst spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die neue Nummer eins der britischen Singles-Hitliste hat die Formation Spiller mit „Groovejet (If This Ain’t Love)“ für sich entschieden. Mit mehr als 200.000 Einheiten setzte sich die Maxi gegen die Single „Out Of Your Mind“ von den True Steppers & Dane Bowers feat. Victoria Beckham durch, die rund 180.000 Abnehmer fand. Die Fußballergattin Mrs. Beckham, auch bekannt als „Posh Spice“, versäumte damit ihr Ziel, es ihrer Spice-Girls-Kollegin Melanie C gleichzutun, die in der vergangenen Woche mit „I Turn To You“ von null auf eins stürmte (diese Woche vier).
In den USA klettert Nelly mit dem Album „Country Grammar“ nach Verkäufen von 234.650 Einheiten in der letzten Wochen von drei auf eins und landet damit den ersten Longplay-Spitzenreiter in der Geschichte von Universal Records. Auf Platz zwei bleibt Britney Spears, deren Album „Oops!… I Did It Again“ innerhalb der letzten Woche 215.000 Käufer fand. Insgesamt ging das Album schon sechs Millionen Mal über amerikanische Ladentische.
Ein rares Ereignis melden die amerikanischen Country-Charts im Segment Longplay. Zum fünften Mal in deren Geschichte führt mit „Coyote Ugly“ ein Soundtrack diese Genre-Hitliste an. Dies gab es gleich zweimal im Jahre 1980, als die Filmmusiken zu „Urban Cowboy“ und „Honeysuckle Rose“ acht beziehungsweise sechs Wochen diese Hitliste anführten. 1993 war „Pure Country“ eine Woche top. Und 1998 war der Soundtrack „Hope Floats“ mit neun Wochen auf eins gar das erfolgreichste Country-Album des Jahres überhaupt.






