Charts KW21: Destiny’s Child setzt Maßstäbe

Mit Atomic Kitten und Destiny’s Child räumen zwei weibliche Trios in den deutschen Charts ab. Sensation in Deutschland: Die Formation Modern Talking bezieht sich jetzt auf Literatur!

Neu auf Platz eins der Singles-Charts in Deutschland wie auch in Österreich rangiert das Girl-Trio Atomic Kitten mit dem Song „Whole Again“, der erst kürzlich vier Wochen lang die britische Hitliste anführte. Das Stück stammt aus der Feder von Andy McCluskey. Der landete mit seiner eigenen Formation Orchestral Manoeuvres In The Dark 1982 ebenfalls eine Nummer-eins-Single in Deutschland mit dem Titel „Maid Of Orleans“. Weitere Top-Ten-Erfolge feierte die auch unter dem Kürzel OMD bekannte Band 1986 mit „(Forever) Live And Die“ (Platz acht) und 1991 mit dem Stück „Sailing On The Seven Seas“, das Platz neun erreichte.

Destiny’s Child beherrscht mit der CD „Survivor“ das internationale Charts-Geschehen nach Belieben. Das Trio führt die Longplay-Wertung in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Flandern, den Euro-Charts, Kanada und den USA an. In den Vereinigten Staaten ging das Album in der ersten Verkaufswoche bereits 663.000mal über die Ladentheken.

Keine andere reine Frauenformation setzte in der Geschichte der US-Charts mehr Alben in der Startwoche ab. Zugleich ist das Verkaufsergebnis neuer Startwochenrekord für das Columbia-Label. In Großbritannien steht mit Destiny’s Child 24 Jahre nach Diana Ross & The Supremes mit ihren „Greatest Hits“ erstmals wieder eine rein weiblich besetzte Gruppe aus den USA auf dem Longplay-Thron.

Modern Talking entert die deutschen Singles-Charts auf Platz 37 mit der Single „Last Exit To Brooklyn“– benannt nach dem Roman von Hubert Selby, den der deutsche Regisseur Uli Edel 1989 auch als „Letzte Ausfahrt Brooklyn“ verfilmte. Einen nach einem Buch und einem Film benannten Nummer-eins-Hit verbuchte indes schon 1983 Nino de Angelo mit „Jenseits von Eden“ – frei nach dem Roman von John Steinbeck beziehungsweise der Verfilmung von Elia Kazan mit James Dean.

Stevie Nicks, Sängerin von Fleetwood Mac, erobert mit ihrem neuen Solo-Album „Trouble In Shangri-La““ aus dem Stand Rang fünf in den US-Charts. Dies ist ihre zweithöchste Notierung als Solistin nach ihrem Nummer-eins-Triumph mit „Bella Donna“ 1981. Ebenfalls auf Platz fünf brachte sie es 1983 mit dem Album „The Wild Heart“.