In hellem Licht präsentieren sich die aktuellen deutschen Charts. So verteidigen die No Angels mit „Daylight In Your Eyes“ die Führung der Singles-Hitliste vor Rammsteins Ode an die „Sonne“. Über deren bevorzugte Betätigung berichtet Vanessa Amorosi in „Shine“ (Platz 48), und Massive Inc. huldigt auf Rang 99 dem „Sunday“. Ein paar aufziehende Wolken deutet Tagträumer Ian van Dahl als „Castles In The Sky“ (Position 66). Des Nachts herrscht aber wieder klare Sicht aufs Himmelszelt, wie Romantikerin LeAnn Rimes mit „Can’t Fight The Moonlight“ (Rang zehn) ausführt, während Hobby-Astronomin Melanie C von der Faszination des „Northern Star“(Platz 57 bei den Longplayern) schwärmt.
Nach ihrem Erfolg bei der deutschen Grand-Prix-Ausscheidung spürt Michelle auch in den Charts mächtigen Aufwind. Ihr „Best Of“-Album katapultiert sich von 20 auf vier. Kontrahent Zlatko musste sein Ziel Kopenhagen zwar ad acta legen, kann sich aber wenigstens damit trösten, dass sein Beitrag in Hannover, „Einer für alle“, mit einer Verbesserung von Rang 88 auf 79 zumindest aufsteigende Tendenz zeigt. Der Trend geht indes nicht nur durch Michelle wieder mehr zum Schlager klassischer Prägung. Dies belegt nicht zuletzt der wachsende Zuspruch für Howard Carpendales aktuelles Album „Alles OK“, das von 39 auf 25 steigt.
In den Longplay-Charts hält BMG Ariola München mit Peter Maffay und Dido weiterhin die Doppelspitze. Einen sehr guten Lauf hat auch EMI Electrola mit vier Notierungen in den Top Ten mit Robbie Williams auf drei, Michelle auf vier, mit den Beatles auf sieben und Neueinsteiger Paradise Lost auf zehn. EMI Electrola stellt auch den langlebigsten Hit der Singles-Charts: „Hey Baby (Uh Ah)“ von Deejay Ötzi ist schon 29 Wochen dabei und klettert von 15 auf zwölf fast aufs Rekordhoch (Rang elf).
Die A*Teens beweisen mit dem Album „Teen Spirit“, dass sie nicht nur mit Coverversionen von ihren Idolen von Abba erfolgreich sein können. Die CD ist auf Platz fünf höchstplatzierter Neuzugang in den deutschen Top 100 Longplay. Auch Abba selbst bleibt 19 Jahre nach Auflösung der Gruppe ein internationales Charts-Phänomen. Derzeit führt das Quartett mit der Zusammenstellung „S.O.S. – The Best Of Abba“ die japanische Hitliste an, in der sich westliche Popstars sonst meist schwertun. Die Kopplung erschien eigens für den japanischen Markt zu einer TV-Soap-Opera namens „S.O.S“.
Vier Wochen hielt sich in Großbritannien Atomic Kitten mit „Whole Again“ auf eins (diese Woche zwei). So lange vorn stand im Vereinigten Königreich zuletzt Westlife um den Jahreswechsel 1999/2000 mit der Doppel-A-Seite „I Have A Dream“ (Abba) und „Seasons In The Sun“.





