Manche müssen durch die Hölle gehen, um im Himmel anzukommen: Nach martialischen Auswahl- und Trainings-Torturen landet die Mädchentruppe No Angels aus der RTL II-Serie „Popstars“ in engelsgleichen Sphären der Charts. Ihre Debüt-Single „Daylight In Your Eyes“ entert die Singles-Liste gleich auf dem ersten Platz und wurde nach vier Tagen bereits mit Platin ausgezeichnet. Die Originalversion des Songs stammt von der amerikanischen Band New Life Crisis und war im vergangenen Jahr in den USA regional erfolgreich. In Deutschland erscheint der Song am 19. Februar bei Tommy Boy/eastwest.
Nach der Band No Angles gehört auch das Album „No Angel“ mit seiner säkularen Botschaft zu den Wochengewinnern: Der erste Longplayer von Dido, der kleinen Schwester des Faithless-Mastermind Rollo, klettert von zehn auf drei. Flankiert wird dieser Erfolg von ihrer Single „Here With Me“, die diese Woche als Neueinstieg auf Rang 49 Premiere in den deutschen Charts feiert. Das Stück bildet den Titelsong zur neuen TV-Serie „Roswell“ auf ProSieben, deren erste Folge am 3. Februar über die Bildschirme flackerte.
Mit Engeln, die keine sein wollen, beschäftigt sich diese Woche auch Eros Ramazzotti, dessen neuer Titel „Un Angelo Non E'“ auf Rang 100 in die Bestenliste rutscht. Eine klare Vorstellung, wie die Wohnstätte der Himmelswesen aussieht, hat indes die US-Band OPM, die auf Position 33 mit „Heaven Is A Halfpipe“ festhält. Und auch die englische Sängerin und DJ Sonique besingt auf Platz 68 den Himmel mit „Sky“. Engel haben in den deutschen Charts schon immer ihren angestammten Platz: Schon 1971 beförderte Jimi Hendrix einen „Angel“ auf Rang 50, Madonna tat selbiges 1985 auf 31 und Rammsteins „Engel“ landete 1997 auf Platz drei. Um eine ganze Heerschar kümmerte sich im gleichen Jahr Robbie Williams – seine „Angels“ erreichten Position neun. Eine besondere Fixierung auf die geflügelten Gestalten legte auch die Band Fleetwood Mac an den Tag. 1974 komponierte ihr damaliger Gitarrist Bob Welch „Angel“ für das Album „Heroes Are Hard To Find“ (1974), fünf Jahre später besang die neue Sängerin der Band, Stevie Nicks, für die Doppel-LP „Tusk“ (1979) einen „Angel“.
Statt mythischer Wesen findet DJ BoBo vor allem vielfarbiges Gestein am Firmament: Seine „Planet Colors“ stellen auf Rang vier den höchsten Neueinsteiger bei den Longplayern. Der Schweizer Künstler, der bisher weltweit über zehn Millionen Tonträger verkaufte, landet damit seine zweithöchste deutsche Charts-Platzierung. Nur „Word In Motion“ (1996) erreichte mit Platz drei einen höheren Rang, „Magic“ (1998) ging auf fünf, „Level 6“ (1999) auf Rang elf. Der „Planet Pop“ von ATC rangiert indes in dieser Woche auf 69.






