Da Media Control zwischen den Jahren eine Woche mit den Charts aussetzte, dienten für die aktuellen Hitlisten zwei Wochen als Erhebungszeitraum, nämlich die Kalenderwochen 52/2000 und 1/2001. Die Euro-Charts wurden ebenfalls eine Woche nicht publiziert. Music & Media hat aber in der fehlenden Woche intern eine Charts-Liste erhoben. Auf diese unveröffentlichte Wochenbilanz beziehen sich die aktuellen Vorwochenpositionen. Bei der Zahl der Wochen hat Music & Media ebenfalls die interne Liste mit eingerechnet und somit zwei Wochen gegenüber den in MUSIKWoche 1/2 abgedruckten Charts hinzu gezählt.
Nichts Neues an der Spitze der deutschen Charts: Seit fünf Wochen liegen die Beatles bei den Alben und Christian bei den Singles parallel vorn. Christian ist mit „Es ist geil ein Arschloch zu sein“ seit sieben Wochen in Führung und übertrifft damit die Spitzenreiter aus dem „Big Brother“-Umfeld vom letzten Jahr: Zlatko führte da mit „Ich vermiss‘ dich… (wie die Hölle)“ vier Wochen, das Duett „Großer Bruder“ von Zlatko und Jürgen lag drei Wochen vorn, der Titelsong der ersten Staffel, „Leb!“ von der 3. Generation, zwei Wochen.
Pekuniär aufgerüstet sind offenbar viele jugendliche Musikfans nach dem Fest in die Plattenläden gegangen und haben vor allem in trendige HipHop- und Rockprodukte investiert. Davon profitiert Motor Music mit deutlichen Verbesserungen in den Longplay-Charts für die aktuellen CDs von Rap-Provokateuer Eminem (von elf auf vier) und den lauten Rockern von Limp Bizkit (26 auf 13), Papa Roach (36 auf 20), und Marilyn Manson (72 auf 45). Auch Epic legte zu: „Renegades“, der neue Kracher der Crossover-Helden von Rage Against The Machine, schnellt als Aufsteiger der Woche von 91 auf 51. Und das HipHop-Kollektiv vom Wu-Tang Clan klettert mit dem Album „The W“ von 31 auf 19 und erklimmt mit „Gravel Pit“ (von acht auf fünf) bislang unerreichte Charts-Höhen im Singles-Segment. l In den US-Singles-Charts regiert Destiny’s Child mit „Independent Woman Part 1“ schon seit neun Wochen. Der Titel aus dem Film „Charlie’s Angels“ ist damit der erfolgreichste Song aus einem Kinofilm seit 1992, als Whitney Houston mit „I Will Always Love You“ aus „The Bodyguard“ 14 Wochen auf eins lag.
Mit dem „The Bodyguard“-Album, das 17 Millionen Abnehmer fand, führte Frau Houston bis vor kurzem auch die Rangliste „meistverkaufter Longplayer einer Solokünstlerin“ in den USA an. Doch jetzt wurde sie von Shania Twain übertroffen, deren CD „Come On Over“ die 18-Millionen-Grenze übersprang.
Die österreichischen Charts listen ab sofort bei Alben und Singles je 75 Plätze sowie 20 Compilations auf. MUSIKWoche erweitert deshalb die Austria-Charts auf zwei Seiten.






