36 Neueinsteiger in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen bedeuten laut GfK Entertainment einen neuen Rekord „in der über 40-jährigen Chartsgeschichte“. Auch die Podestplätze teilen dabei Neuzugänge unter sich auf: Bushido macht mit seinem Album „Mythos“ das Rennen und hat jetzt inklusive eines gemeinsamen Longplayers mit Shindy neun Nummer-eins-Alben aufzuweisen. Es folgen Rosenstolz auf Rang zwei mit „Lass es Liebe sein – Die schönsten Lieder“, einer um vier neue Songs ergänzten Retrospektive, und die Kastelruther Spatzen mit „Älter werden wir später“ auf Position drei.
Angelo Kelly & Family machen einen Riesensprung von 97 auf vier mit „Irish Heart“, wofür vorwiegend der hier mit eingerechnete neue Livemitschnitt verantwortlich ist. Cher ist mit „Dancing Queen“, einer Kollektion mit Coverversionen von Abba-Hits, neu dabei auf Rang fünf.
Pur sinkten mit „Zwischen den Welten“ von vier auf sechs. Die Erste Allgemeine Verunsicherung oder kurz EAV greift mit „Alles ist erlaubt“ auf Rang sieben ins Geschehen ein.
Fynn Kliemann ist mit seinem Album „Nie“ Neuzugang auf Rang acht, dabei aber so etwas wie der heimliche Sieger der Woche. Das Album des YouTubers, Bloggers und Musikers erschien auf seinem eigenen Label twoFinger Records auf allen digitalen Musikplattformen und natürlich auch in physischer Form. Sämtliche CDs, LPs und Box-Sets wurden dabei allerdings ausschließlich „auf Zuruf“ via Bestellung im Onlineshop des Künstlers angefertigt und versendet. Binnen einer Woche gingen laut Krasser Stoff demnach 96.434 Bestellungen auf physische Tonträger ein, davon für 23.450 Fan-Boxen – was das Album wohl sicher auf die Spitzenposition der deutschen Charts gebracht hätte, aber die physischen Einheiten fielen aus der Wertung, da sie nicht über einen regulären Tonträgervertrieb abgerechnet werden. „Ich wollte was echtes machen. Was, an das man sich in digitalen Zeiten mal kurz festhalten kann. Diese Nachricht hat über 90.000 tolle Menschen erreicht. Unglaublich“, kommentiert Fynn Kliemann.
„An American Treasure“, eine neue Werkschau des 2017 verstorbenen US-Rockstars Tom Petty, taucht auf Rang neun auf – vor The Dark Tenor und seiner „Symphony Of Ghosts“.
Auch die Ränge elf bis 13 belegen allesamt Neueinsteiger mit Peter Heppners „Confessions & Doubts“ vor Rod Stewarts „Blood Red Roses“ und Riverside mit „Wasteland“. Ebenfalls in den Top 20 debütieren Phil Collins mit dem Boxset „Plays Well With Others“ (Platz 17), Fernando Express mit „Einmal Himmel und zurück“ (19) sowie Ella Endlich und „Im Vertrauen“ (20).
Immerhin noch unter den ersten 30 das Licht der Charts erblicken Max Mutzke und sein „Colors“-Album (22), Brainstorm mit „Midnight Ghost“ (25), Cypress Hills „Elephants On Acid“ (27), die „Bibi & Tina Star-Edition“ auf Rang 28 mit Neuvertonungen von Titeln aus den Soundtracks (unter anderem von Max Raabe, The BossHoss, Sarah Connor, Annett Louisan, Sido, den Lochis, Johannes Oerding oder Roland Kaiser & Maite Kelly) sowie Adam Angst mit „Neintology“ (29).
Maßgeblich dank Bushido hat Sony Music in der Rangliste der Vertriebsfirmen zu den Top 100 Longplay mit 42,9 Prozent Marktanteil die Nase vorn vor Universal Music (32,4 Prozent), Warner Music (15,2 Prozent), GoodToGo (3,9 Prozent) und Believe/Soulfood (1,8 Prozent).
In den Top 100 Singles macht „In My Mind“ von Dynoro & Gigi D’Agostino die insgesamt zehnte Woche auf der Pole Position klar. Calvin Harris & Sam Smith steigen mit „Promises“, ihrem Spitzenreiter aus den UK-Charts, von sieben auf zwei. Bushido ist auch hier höchster Neuzugang der Woche mit „Inshallah“, einem Track mit Capital Bra als Gast, auf Rang drei.
Insgesamt 14 Tracks platziert Bushido in dieser Woche in den Top 100 Singles und kommt laut GfK Entertainment nun im Lauf seiner Karriere auf 93 hier gechartete Titel – womit er in der „ewigen“ Bestenliste nur noch Kollegah (96) vor sich hat.
Bonez MC & Raf Camora feat. Gzuz sinken mit „Kokain“ von zwei auf vier; und Loredana & Mozzik mit „Bonnie & Clyde“ von vier auf fünf.
Luciano ist mit „MoneyGram“ auf Rang sieben zweithöchster Neuzugang der Woche, und auf Rang 22 debütiert „Zu Asche, zu Staub (Psycho Nikoros)“ von Severija aus dem Soundtrack zur TV-Serie „Babylon Berlin“.
Universal Music behauptet die Führung im Distributorenranking bei den Singles dank 38,1 Prozent Marktanteil, gefolgt von Sony Music (31,6 Prozent), Warner Music (16,3 Prozent), GoodToGo (6,4 Prozent) und Edel/Kontor (5,9 Prozent).
Die „Bravo Hits 103“ schnellen ohne Umweg auf die Pole Position der Top 30 Compilations und lösen Vorgänger „Bravo Hits 102“ ab, der sich auf Rang vier wiederfindet. Dazwischen liegen nämlich wie in der Vorwoche „KuschelRock 32“ und „The Dome Vol. 87“ auf den Rängen zwei und drei.
Zweithöchster Neuankömmling ist auf Platz sechs „Kontor Festival Sounds 2018.03 – The Closing“.
Da die neue „Bravo Hits“-Ausgabe bei Warner Music erschienen ist, übernimmt der Hamburger Major auch mit imposanten 54,2 Prozent Marktanteil die Tabellenführung der Vertriebsrangliste im Compilationbereich. Universal Music ist mit 20,3 Prozent Zweiter, knapp vor Sony Music (19,0 Prozent). Die Top 5 komplett machen Edel/Kontor (5,4 Prozent) sowie Zyx Music (0,5 Prozent).






