Charts KW 06: Dendemann und Capital Bra sorgen für Rap-Doppelspitze

Zwei Deutschrapper mischen die Offiziellen Deutschen Charts als Neueinsteiger auf. Bei den Alben landete Dendemann mit „da nich für!“ auf Platz eins, während sich Capital Bra mit „Prinzessa“ bei den Singles an die Spitze bugsiert.

Mit seinem dritten Studioalbum, „da nich für!“, gelingt Dendemann seine erste Nummer eins in den Top 100 Longplay der von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie ermittelten Offiziellen Deutschen Charts. „Die Pfütze des Eisbergs“, das erste Soloalbum des ehemaligen Eins-Zwo-Mitglieds, schaffte es 2006 auf Rang 23, während das zweite Werk,“Vom Vintage verweht“, 2010 bereits in den Top 10 landete. Mit Eins Zwo und deren Debüt, „Gefähliches Halbwissen“, kam Dendemann 1999 bis auf Position zehn, der Nachfolger, „Zwei“, landete 2001 auf elf.

Im aktuellen Chartsrennen folgen die Backstreet Boys mit „DNA“ direkt auf dem zweiten Platz. 2005 erreichte die US-amerikanische Boygroup mit ihrem Comeback-Album „Never Gone“ hierzulande zuletzt einen Nummer-eins-Erfolg.

Auf Platz drei steigt die britische Band Bring Me The Horizon mit ihrem schlicht betilteten Album „amo“ ein. Bereits mit dem Vorgänger, „That’s the Spirit“, erreichten die Briten in Deutschland den sechsten Platz bei den Alben.

Für Udo Lindenberg geht es mit „MTV Unplugged 2 – Live vom Atlantik“ von der Drei eine Stufe nach unten auf vier. Die Volksmusik-Formation Stimmen der Berge hebt „Deutsches Gold“ auf den fünften Rang. Für die fünf Sänger ist es die Premiere in den Top 10. Herbert Grönemeyer rutscht derweil mit „Tumult“ von Position fünf auf sechs.

Dahinter folgen drei Neuankömmlinge aus dem Metal- und Rock-Bereich. King Diamond mit „Songs For The Dead: Live At The Fillmore In Philadelphia“ auf Platz sieben, Rival Sons mit „Feral Roots“ auf acht und The Neal Morse Band mit „The Great Adventure“ auf neun.

DJ Ötzi rundet die Top 10 mit seinem Jubiläumssampler „20 Jahre DJ Ötzi – Party ohne Ende“ ab.

Allein in den Top 10 finden sich diese Woche sieben neue Alben, insgesamt bahnen sich 18 Neueinsteiger den Weg in die Longplay-Bestenliste.

Der HipHop-Künstler Capital Bra zieht derweil in den Singlescharts mit Abba gleich und bringt mit „Prinzessa“ bereits seinen neunten Song an der Spitze unter. Nur die Beatles stehen der ewigen Bestenliste dank zwölf Nummer-eins-Hits jetzt noch vor ihm. Capital Bra verdrängt den Vorwochenspitzenreiter, „Hobby Hobby“ von Mero, auf Rang zwei. Von zwei auf drei fällt „Sweet But Psycho“ von Ava Max, während „7 Rings“ von Ariana Grade“ weiterhin auf Position vier verharrt.

Die YouTuberin Shirin David steigt mit „Orbit“ auf Rang fünf ein, dagegen rutscht „Benzema“ von Capital Bra von fünf auf sechs, und „Dodi“ von Shindy stürzt von drei auf sieben. In die Top 10 drängt Robin Schulz feat. Erika Sirola: „Speechless“ verbessert sich von 13 auf acht. Von zehn auf neun arbeitet sich Panic! At The Disco mit „High Hopes“ vor. Schlusslicht der erfolgreichsten zehn Titel ist in dieser Woche „Tausend Tattoos“ von Sido (Vorwoche: Platz elf).

Als weitere Neuzugänge folgen Gringo & Bonez MC mit „Dschinni“ auf 16 und Nimo & Capo mit „Roadrunner“ auf 23.

Bei den Marktanteilen liegt Universal Music im Singlesgeschäft in dieser Woche mit 42,2 Prozent vorn, gefolgt von Sony Music mit 22,1 Prozent und Warner Music mit 19,4 Prozent. Die erfolgreichsten Indievertriebe sind Believe/GoodToGo mit 11,6 Prozent und Kontor/Edel und 3,1 Prozent.

Im Compilation-Geschäft halten sich die „Schlagerchampions 2019 – Das große Fest der Besten“ unbeirrt auf dem Spitzenplatz, und auch auf Rang zwei gibt mit „Bravo The Hits 2018“ keine Veränderung. Der höchste Neuzugang, „Kontor Top Of The Clubs Vol. 81“, entert die Liste mit den meistverkauften Kopplungen auf Rang drei. Die „Après Ski Hits 2019“ fallen von drei auf vier, dafür klettert „Karneval der Stars 48“ von sechs auf fünf.

Dank der „Schlagerchampions“ belegt Sony Music mit 41,5 Prozent Platz eins bei der Wertung der Vertriebsfirmenanteile in dieser Woche. Dahinter lauern Universal Music mit 32,3 Prozent und Kontor/Edel mit 10,8 Prozent. Auf Rang vier steht Warner Music mit 8,9 Prozent. Von der Karnevalssezession profitiert wie in den Vorjahren Pavement – das Unternehmen landet mit 3,1 Prozent auf Position fünf.