Bronfman verwies auf die Kooperation der Universal Music Group (UMG) mit Sony Music bei der Entwicklung eines gemeinsamen Abodienstes und führte aus: „Wir sind uns im Klaren, dass die Konsumenten ein komplettes Angebot als Abonnement haben wollen.“ Da es unwahrscheinlich sei, dass Kunden Label-abhängige Online-Angebote akzeptieren werden, sei eine enge Zusammenarbeit zwischen den Majorkonzernen bei der Entwicklung neuer Marketingansätze lebenswichtig, meinte der Seagram-Chef. Bei der UMG habe man im letzten Geschäftsjahr 85 Millionen Dollar für New-Media-Projekte ausgegeben. Bis Ende 2000 will die UMG laut Bronfman „zig Millionen“ Songs als Datei verkaufen. Indes entwickelte sich das Geschäft mit herkömmlichen Tonträgern bei der UMG positiv: Der vorsteuerliche Gewinn (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 1999/2000, das am 30. Juni endete, bei über einer Milliarde Dollar. Allein im vierten Quartal stieg das EBITDA-Ergebnis um 56 Prozent auf 217 Millionen Dollar – ein UMG-Rekord. Der Umsatz im vierten Quartal stieg um sieben Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. Außerdem gab Seagram bekannt, dass die US-Kartellbehörden keine Einwände gegen eine Fusion des Konzerns mit Vivendi hätten.
Bronfman will gemeinsame Abos
Die großen Musikkonzerne sollten ein gemeinsames Subskriptionsangebot für kommerzielle Downloads entwickeln, schlug Seagram-CEO Edgar Bronfman Jr. bei der Seagram-Jahresbilanz vor.





