Berichten amerikanischer Zeitungen zufolge scheint der Aufstieg von Morris zum weltweit mächtigsten Plattenboß als Chef von „UniGram“ oder „Polyversal“ nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doug Morris gilt als Favorit des Seagram-Präsidenten Bronfman, seit dieser ihn nach seinem Rauswurf bei Time Warner vor drei Jahren zum Chef von Universal Music machte. Er könnte deshalb, so die Spekulationen in der Branche, den Vorzug vor Alain Levy, dem derzeitigen Präsidenten von PolyGram, erhalten.
Unklar ist indes nach wie vor, ob Levy im Falle einer Berufung des Universal-Chefs bei PolyGram bleiben wird, und welche Position er bekleiden soll. Bronfman, Morris und Levy standen für eine Stellungnahme bislang nicht zur Verfügung. Der 55jährige Morris arbeitet seit drei Jahrzehnten in der Musikbranche und machte aus dem kränkelnden Unternehmen Universal eine erfolgreiche Plattenfirma, die vor allem auf dem amerikanischen Markt ihre Anteile vergrößern konnte. Unter Künstlern und Kollegen genießt Morris hohes Ansehen, doch befürchten manche Beobachter, daß er zu wenig Erfahrung in der Leitung eines international agierenden Konzerns hat.





