Bronfman stellt die personellen Weichen
Die Fusion von Universal und PolyGram wird voraussichtlich 1.000 Mitarbeitern den Job kosten. Bereits in dieser Woche nimmt PolyGrams bisheriger President Alain Levy den Hut – nicht ohne seinem bisherigen Arbeitgeber Philips Vertragsverletzungen vorzuwerfen. Besonders gekränkt scheint Levy darüber, daß Philips ihn über Wochen hinweg Pläne für die Zukunft von PolyGram ausarbeiten ließ, während hinter seinem Rücken bereits die Verhandlungen mit der Seagram Company liefen. Erst am Wochenende vor dem Verkauf erfuhr er von den Philips-Plänen. Darin sieht Levy einen Vertragsbruch. Ein ausschlaggebender Grund für Levys Ausscheiden bei PolyGram dürfte jedoch die Berufung von Doug Morris sein: Das Verhältnis der beiden Manager galt noch nie als besonders gut. Zehn Jahre lang leitete Alain Levy die PolyGram. Sein Vertrag läuft noch eineinhalb Jahre und ist laut der Los Angeles Times mit einem Jahressalär von vier Millionen Dollar dotiert. Nun soll Levy eine Abfindung erhalten, die Insider allerdings auf nicht mehr zehn Millionen Dollar schätzen. Inzwischen gab Seagram-Boß Edgar Bronfman Jr. bei Management-Meetings in London, Hamburg und Paris Details über die neue Organisationsstruktur bekannt. Demnach sollen in den USA die bestehenden Strukturen von PolyGram im Universal-Konzern aufgehen. Außerhalb der USA dürfte die Fusion differenzierter und je nach Land unterschiedlich verlaufen.





