Britischer ISP streitet mit Branchenverband

In der Diskussion um die Verantwortung der Zugangsanbieter im Kampf gegen Onlinepiraterie wies die Nummer drei am britischen Breitbandmarkt, Talk Talk, die Pläne der BPI scharf zurück. Eine Reaktion des Phonoverbands ließ nicht lange auf sich warten.

In der Diskussion um die Verantwortung der Zugangsanbieter im Kampf gegen Onlinepiraterie hat Charles Dunstone die Pläne des Phonoverbands BPI scharf zurückgewiesen: Dunstone, vom Gründer der Handelskette Carphone Warehouse inzwischen mit der Marke Talk Talk zum drittgrößten Anbieter von Breitbandzugängen in Großbritannien aufgestiegen, bezeichnete die Forderungen nach einem dreistufigen Abmahnsystem als unangemessen und nicht durchführbar: „Wir sind ein Unternehmen, das Nutzern den Zugang zum Internet ermöglicht, wir kontrollieren aber weder das Internet noch das, was unsere Nutzer online machen“, sagte Dunstone. Unter keinen Umständen werde seine Firma ihren Kunden freiwillig den Onlinezugang sperren, nur weil eine dritte Seite dies fordere. Sein Unternehmen sei schließlich nicht die Internet-Polizei, unterstrich Dunstone.

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