Britische Politik unterstützt Musikbranche

Die Musikindustrie im Vereinigten Königreich verbucht, unterstützt von Unterhaus-Politikern, einen wichtigen Etappensieg im Kampf gegen die Aufweichung von Importbeschränkungen.

Ein Bericht des parlamentarischen Sonderausschusses für Handel und Industrie erkennt beim geplanten Abbau von Importbarrieren eine Sonderrolle der Musikindustrie an. Er verweist auf die speziellen Interessen der Branche im Bereich des geistigen Urheberschutzes und spricht von „schädlichen Auswirkungen“ im Falle einer Aufweichung der Rechtslage. Der Bericht besagt ausdrücklich, daß unabhängige Plattenfirmen eines „besonderen Schutzes“ bedürfen. Vor allem die Indies befürchten im Fall einer Erlaubnis von Parallelimporten Verluste von Arbeitsplätzen und drastisch sinkende Lizenzeinnahmen. Damit haben die Verhandlungsführer John Deacon, Generaldirektor des Dachverbands British Phonographic Industries, John Kennedy, Chairman Universal Music UK, und Martin Mills, Managing Director Beggars Banquet, einen Teilerfolg errungen. Die Übernahme der Position des Berichts durch die Regierung gilt als Formsache. Im Oktober steht eine Klärung der Sachlage durch die EU-Kommission an.