Jay Berman, Chairman & CEO IFPI: „Die Aussicht auf ein Peer-to-Peer-Geschäftsmodell, das das Urheberrecht achtet anstatt es zu brechen, wie es Napster derzeit noch tut, muß man begrüßen. Wir betonen, dass der Napster-Prozess sich nicht gegen die Technologie richtet, sondern gegen ihren Mißbrauch. Es ist jedoch wichtig, dass dieser Prozess fortgesetzt wird.“
Wolf-D. Gramatke, Chairman & CEO Universal Music Deutschland: „Obwohl wir besorgt darüber sind, dass Napster nach wie vor keine Lösung hinsichtlich Kopiersicherheit sowie einer angemessenen Vergütung bietet, hoffen wir, dass man diese Probleme lösen und ein legales Geschäft aufbauen wird. Das derzeitige Napster-Modell verletzt jedoch nach wie vor bestehende Rechte. Daher hat die Allianz von Napster und Bertelsmann auch keinen Einfluß auf das laufende Gerichtsverfahren gegen Napster.“
Dawn Bridges, Sprecherin der EMI Group: „Die EMI unterstützt Initiativen, die legales Filesharing ermöglichen, wenn dabei die Rechte von Künstlern, Plattenfirmen und anderen Rechteinhabern geschützt werden.“
Hilary Rosen, President & CEO RIAA: „Napster kommt jetzt also zu eben der Schlußfolgerung, die wir von Anfang an nahe gelegt hatten: Dass es besser ist, wenn sie mit der kreativen Community zusammen arbeiten, statt gegen sie. Deshalb wird aber der Prozess gegen Napster noch kein Ende haben.“
Dr. Peter Hanser-Strecker, Präsident DMV: „Die deutschen Musikverleger erwarten von Bertelsmann, dass der Konzern Napster aus der Illegalität der Internetpiraterie herausführt.“
Peter Zombik, Geschäftsführer Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, Deutsche Landesgruppe der IFPI und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL): „Das ist zuerst einmal ein Vorgang, der im Wettbewerb stattfindet. Wir bleiben auf dem Standpunkt, dass Napster in seiner jetzigen Form ein illegales Geschäft betreibt. Filesharing unter Berücksichtigung der Rechteinhaber mag ein interessantes Modell sein. Aber die Beteiligung von Bertelsmann an Napster gehört in den Kontext der jüngsten Entwicklungen bei den Majorfirmen. Das Piraterieproblem im Internet läßt sich dadurch noch nicht bekämpfen. Immerhin waren es zwei gute Nachrichten: Einer der ganz großen illegalen Anbieter von Musik im Netz kommt jetzt auf einen legalen Weg. Und zudem kommt ein neues Vertriebsmodell zu Erprobung.“
Kurt Thielen, Managing Director Zomba Records: „Wir werden die weitere Entwicklung von Napster erst einmal abwartend beobachten. Der grundsätzliche Entwicklung weg vom Betrug an den Künstlern und Plattenfirmen hin zur legaler Nutzung vom Content „Musik“ steht Zomba Records natürlich ausgesprochen positiv gegenüber.“
Wolfgang Orthmayr, Geschäftsführer WOM: „Herr, wirf bitte Hirn vom Himmel.“
Dr. Heinz Stroh, Geschäftsführer Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM) und Deutscher Musikverleger-Verband (DMV): „Meines Erachtens kann das nur Sinn machen, wenn alle Majors mit Napster arbeiten.“
Heinz Rüdiger Bross, Chefdisponent Rimpo Tonträger: „Ein weiterer Schlag gegen den Fachhandel. Ich will gar nicht schimpfen, aber man weiß jetzt, woran man ist. Wir sind heute aber immer noch in einer Situation, in der ich sagen muss, dass wir weniger unter Napster leiden, als unter den vielen anderen Themen: Die CD ist – überspitz formuliert – heute nichts mehr wert. Zudem wird ein Dienst wie Napster für die Nutzer sicher weniger interessant, wenn es erstmal etwas kostet.“
Günter Kösters, Geschäftsführer Das Ohr: „Wenn die Nutzer jetzt bezahlen müssen, ist Napster doch tot; das funktioniert doch nur nach dem Umsonst-Pronzip. Da würde ich Bertelsmann vielleicht zunächst noch eine strategische Partnerschaft mit einem traditionellen CD-Händler anraten.‘




