Börsengang läutet ein neues Zeitalter ein

Auf dem medienforum NRW stellte Viva-Chef Dieter Gorny die neue Unternehmenstruktur sowie neue Geschäftsfelder des Musiksenders vor. Dafür soll der Börsengang im dritten Quartal 150 bis 200 Millionen Mark in die Expansionskasse bringen.

Die Gelder, die aus der Umwandlung des Senders in ein börsennotiertes Unternehmen resultieren, will Dieter Gorny, der Vorstandsvorsitzende der neu entstandenen Holding Viva Media AG, nutzen, um aus der erstarkten Position heraus neue Geschäftsfelder und andere europäische Märkte für die Marke Viva zu erschließen. Dazu beglückwünschte ihn Wolfgang Clement, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, der zwischen Düsseldorfer Koalitionsverhandlungen Zeit fand, auf der Viva Pressekonferenz ein Grußwort zu sprechen. „Noch vor zehn Jahren war die Dichte der hiesigen Medienlandschaft, wie wir sie heute vorfinden, unvorstellbar. Die Gründung und nun der Börsengang von Viva bilden Wegmarken einer sehr erfolgreichen Strecke. Wir können stolz sein auf Männer wie Dieter Gorny, die die modernen Medien in Nordrhein-Westfalen geprägt und mitaufgebaut haben“, lobte Clement den Viva-Gründer. Gorny kündigte an, auch weiterhin den „Viva-Stempel“ auf andere Geschäftsfelder aufzudrücken. „Dabei geht es nicht mehr unbedingt um reine Jugendkultur, sondern um gesellschaftliche Kommunikation.“ Diese soll sich in vier Kernbereichen abspielen. Gleichberechtigt neben dem Markenausbau forciert Viva den Internetauftritt, den die Firma Pixelpark AG als Online-Broadcasting zum August entwickelt (MUSIKWoche berichtete in Heft 19/2000). Drittens will Viva auch traditionelle Medien nicht vernachlässigen: Gemeinsam mit dem Privatsenderverbund radio nrw laufen derzeit Anträge für Mittelwellen-Frequenzen, längerfristig stehen auch UKW und Digitalradio auf dem Programm. Schließlich baut der Sender eine Agentur auf, die die Zielgruppenkompetenz des Hauses für den Markt der Kommunikationsberatung nutzen will.