“Die,Muschihaus“-CD ist für uns ein Internet-Testlauf“, berichtet Florian Lormes, Head of BMG Modul, im Gespräch mit MUSIKWoche. „Wir unterstützen das Muschihaus-Team bei Vermarktung und Promotion hauptsächlich im Online-Bereich. Wenn das funktioniert, können wir den Gegenbeweis zu der weit verbreiteten These antreten, dass das Netz nur Geldverschwendung bedeutet.“
Auch die Entstehungsgeschichte der Compilation begann im Internet. Nach der ersten Folge vom Mai 2000, die allein über das Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda 5000 Einheiten verkaufte, konnten die User im Herbst des vergangenen Jahres bei der Tracklist für die „Volume Two“ auf den Seiten von www.muschihaus.de mitbestimmen. „Was von den gewählten Titeln zu lizenzieren war, haben wir auf die CD gebannt. Hier sind jetzt etwa Loleatta Holloway, Candido, Level 42 und Knee Deep vertreten,“ berichtet Lormes, der den Hamburger House-DJ Helge TAFKAD Hinrichs, Initiator der Reihe, auf einer der Muschihaus-Parties in München kennenlernte.
Lormes lobt nicht nur die netzbezogene Konzeption, sondern auch die musikalische Ausrichtung: „Einen Mix aus alten und neuen Titeln, den die Macher als,fluffigen House“ bezeichnen, gab es in dieser Form noch nicht. Muschihaus ist nicht bloß eine weitere House-Compilation.“
Die online-zentrierte Kampagne soll 15.000 Einheiten verkaufen, dazu gehören neben der Muschihaus-Community auch Online-Kooperationen im Musikbereich, die laut Lormes „typisch Modul“ seien und die Erfolge der Zusammenarbeit mit Fila und Rebok wiederholen sollen.
Allerdings verzichtet Modul nicht ganz auf traditionelle PR-Arbeit und verschickte 800 Snippet-CDs. Dazu kommen „zur Marke passende“ Verlosungsartikel wie Taschen von Champion, Buttons oder Schweißbänder und Aufsteller für den Handel. „Dann können die Händler auch sehen, dass Muschihaus ganz harmlos ist.‘






