Bavaria Sonor steigert Umsatz mit Filmmusik

Mit der Einführung des Geschäftsbereichs „Rechte und Lizenzen“ vor einem Jahr vollzog die Bavaria Film GmbH laut Geschäftsführer Thilo Kleine „einen bedeutenden Schritt zur Zukunftssicherung“. Nun will sich die Tochter Bavaria Sonor verstärkt in der Produktion und Vermarktung von Film- und TV-Musik engagieren. Bavaria Sonor und Bavaria Media wollen in Zukunft die Synergieeffekte zwischen TV, Kino, Musik und Merchandising intensiver nutzen. Als Schwerpunktprojekte planen die beiden Tochterunternehmen der Bavaria Film einen Trickfilm mit der „Tigerente“, einer Figur des Zeichners Janosch, und eine wöchentliche Seifenoper für Kinder namens „Schloß Einstein“. Rückblickend auf das Geschäftsjahr 1997/98 konnte Dr. Rolf Moser, Geschäftsführer von Bavaria Sonor, mit der Vermarktung von Produktionen wie „Comedian Harmonists“ und dem dazugehörigen Soundtrack, mit der Musik zur ARD-Familienserie „Leinen los für MS Königstein“ und der Compilation-Reihe „Formel eins“ einen Umsatz von 16,6 Millionen Mark verbuchen. Damit sieht Moser das Unternehmen „eindeutig als Marktführer in einem umkämpften Markt“. Der geschätzte Handelswert der von Bavaria Sonor lizenzierten Produkte liege bei weit über 500 Millionen Mark jährlich, und ein Ende des Wachstums sei noch nicht zu abzusehen: „Der Geschäftsbereich ‚Rechte und Lizenzen‘ hat mittelfristig ein Umsatzpotential von 40 Millionen Mark plus X.“ Deshalb will Bavaria Sonor die langjährigen Erfahrungen in der Vermarktung von Film- und TV-Musik in Zukunft auch Produktionsfirmen außerhalb der Bavaria-Gruppe anbieten. Die Kooperationen mit Alexander Film („Der Bulle von Tölz“) und Perathon Film („Comedian Harmonists“) haben laut Moser bereits die Marschrichtung vorgegeben, um neue Zielgruppen zu erschließen und die vielzitierten Sleeper zu wecken.