Auch ‚Sürpriz‘ im Verdacht des Schlager-Recyclings

Neuen Wirbel um den deutschen Beitrag zum Grand Prix d’Eurovision: Nachdem gestern bekannt wurde, daß die Siegerin der Vorentscheidung, Corinna May, nicht antreten darf, sind jetzt auch gegen den Ersatzkandidaten „Sürpriz“ Vorwürfe laut geworden. Recherchen des Bayerische Rundfunks hätten ergeben, daß auch der Song „Reise nach Jerusalem“ der deutsch-türkischen Gruppe „Sürpriz“ einem Schlager ähnelt, der bereits 1984 veröffentlicht wurde. Das Lied „Wo geht die Reise hin“ stammt aus der gleichen Feder und wurde auf der B-Seite einer Single veröffentlicht. Ralph Siegel, Komponist beider Titel, widerspricht dieser Behauptung. Die beiden Songs trügen lediglich seine Handschrift, dies sei unvermeidbar und käme „auch bei Mozart und Beethoven vor“, so Siegel im Bayerischen Rundfunk.