Auch Alex Merck lässt Napster sperren

Alex Merck, Geschäftsführer der Firmen Alex Merck Music, Lipstick und Jazzline Rec., wendet sich mit einer Streichliste an den Online-Tauschdienst Napster.

Während die internationalen Major-Firmen ihre Streichlisten nach und nach bei Napster Inc. einreichen, fordert nun auch ein deutsches Independent-Label sein Recht ein: Alex Merck, Geschäftsführer der Firmen Alex Merck Music, Lipstick und Jazzline Rec., wendet sich ebenfalls mit einer Streichliste an den Online-Tauschdienst. In einem Schreiben fordert er die Verantwortlichen auf, insgesamt vier Stücke des Künstlers Simon Phillips vom Tausch auszusperren, an denen seine Firma die Urheberrechte hält. Seine Firma behalte sich vor, Napster wegen entstandener Schäden zu verklagen. Neben der Titelliste führt Merck auch die User-Namen von fünf Napster-Nutzern auf, in deren Tauschprogramm die betreffenden Titel zu finden waren. Insgesamt hätten etwa 100 Nutzer einen oder mehrere Phillips-Titel zum Tausch angeboten. Merck regt in seinem Schreiben außerdem an, einen speziellen Zugangsbereich auf der Napster-Homepage einzuführen, über den Independent-Labels direkt ihre Streichlisten eingeben können. Napster mache es den Labels unnötig schwer, ihre Streichwünsche anzubringen, und folge damit nicht den klaren Anweisungen des Gerichts. Dies könnte zu weiteren Prozessen führen, warnt Merck.