Auf 26 Seiten analysiert das Andersen-Team in der Broschüre „Deal Survey 1998 – Fakten und Trends in der europäischen Unterhaltungsindustrie“ die sogenannten Mergers- & Acquisitions-Aktivitäten (M&As) innerhalb der europäischen Film-, TV-, Software- und Musikindustrie. Andersen errechnet für den gesamteuropäischen Unterhaltungsmarkt ein Absatzvolumen von 60,5 Milliarden Dollar (rund 111,21 Milliarden Mark), während der US-Markt auf einen Wert von 95,9 Milliarden Dollar (rund 167,33 Milliarden Mark) kommt. Um ihre Wachstumspotentiale besser ausreizen zu können, so die Studie, greifen gerade Unternehmen im Entertainment-Bereich auf die strategische Akquisition zurück. Als Hauptmotivation für solche Merger und Übernahmen nennt Andersen die Expansion in neue technologische und geographische Märkte, die Sicherung attraktiver Inhalte (im Musikbereich: Künstler, Back-Kataloge) und die Öffnung neuer oder alternativer Vertriebskanäle. Die Zahl der M&As ging 1998 demnach zwar im Vergleich zum Vorjahr von 134 auf 93 zurück, der Wert dieser Manöver stieg indes um 126 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar (rund 23,71 Millarden Mark). Hauptgrund dafür sei die Großfusion von PolyGram und Universal sowie die stetig wachsende edel music AG. Im Musikbereich rechnen die Analysten für 1999 aufgrund der „ohnehin schon hohen Marktkonzentration“ (fünf Konzerne teilen sich 80 Prozent des Weltmarkts) mit einer bestenfalls stabilen Zahl von M&A-Transaktionen. Die Plattenfirmen werden sich, so diePrognose, stärker als bisher um Allianzen mit den Musikfernsehsendern kümmern und sich an Radiostationen beteiligen, um ihr Produkt im Markt zu plazieren.
Andersen untersucht Unterhaltungsmarkt
Die Finanzexperten der Arthur Andersen Corporate Finance Beratung, einer Tochterfirma von Andersen Consulting USA, nahmen für eine neue Studie vor allem die Fusions- und Akquisitionsbewegungen in der Entertainment-Branche unter die Lupe.



