Unter anderem traten bei diesem Jubiläumsfestival ECM-Größen wie Anouar Brahem und John Surman, Azimuth, Paul Bley, das Dave Holland Quartet, Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble sowie das Keller Quartet auf. In einem Podiumsgespräch am 20. November, legte der Label-Gründer Manfred Eicher vor rund 200 Gästen seine Ansichten zur Ästhetik dar. Darüber hinaus präsentierte die Galerie der Universität in der Ausstellung „Sleeves of Desire“ Platten-Cover und andere Werke von Künstlern, die mit ECM im Laufe der Jahre zusammengearbeitet haben. Der Organisator des Festivals, Professor Michael Tucker, sei ein „großer Liebhaber des Labels und veranstaltet seit Jahren Konzerte“, berichtet ECM-Pressesprecher Florian Ganslmeier. Ansonsten begehe das Label das Jubiläum „ohne Festivitäten“, so Ganslmeier. „Wir haben alles in die Produktion der CD-Edition,Jean-Luc Godard: Histoire(s) Du Cinema‘ gesteckt.“ Eine gleichnamige Reihe von Videofilmen produzierte der französische Regisseur von 1988 bis 1998: Seine viereinhalbstündige „Einführung in die Geschichte des Kinos“ schildert in ausgewählten Kapiteln über die Nouvelle Vague, Alfred Hitchcock und andere die Entwicklung des Mediums und seiner Ästhetik vor dem Hintergrund der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die bibliophile CD-Edition von ECM enthält die komplette Tonspur der Filme auf fünf CDs. Sie formulieren eine „perfekte Kombination aus Sprache, aus gestochen scharfen Geräuschen und Musik von Patti Smith bis Paul Hindemith, von Meredith Monk bis Dino Saluzzi“, lobte Martin Schaub im Schweizer „Tages-Anzeiger“. Vier Textbände mit rund 300 Farbfotos geben Godards vollständige Kommentare in Französisch, Deutsch und Englisch wieder und dokumentieren ein Gespräch, das Jonathan Rosenbaum mit dem Filmemacher führte.
30 Jahre ECM
Ein Festival an der Universität im britischen Brighton würdigte vom 6. bis 27. November den 30. Geburtstag des Münchner Labels ECM (Edition of Contemporary Music) mit Konzerten und einer Ausstellung.





