Frank Briegmann, President & CEO Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon: Für uns bei Universal Music waren die vergangenen zwölf Monate erneut ein Jahr der Veränderung. Erstmalig in der Geschichte übersteigen die digitalen Umsätze die physisch verkauften Alben und Streaming wird zur größten Einnahmequelle in Deutschland. In Antizipation dieser Entwicklung haben auch wir uns verändert, um unseren Künstlern und Partnern einen noch flexibleren und innovativeren Service zu bieten. Wir haben in unserem Bemühen nicht vor den eigenen Strukturen Halt gemacht und haben – als Vorreiter in der Branche – an vielen Stellen Verantwortlichkeiten neu definiert, unsere Labels klarer nach Genres ausgerichtet und unsere neue Unit Marketing Labs als digitalen Service- Backbone unseres Unternehmens etabliert. Dass die Neustrukturierung viel bewegt hat, sehen wir daran, dass wir bei praktisch allen Indikatoren positive Entwicklungen verzeichnen. Unser Anteil an den Albumund Single-Charts hat sich weiter erhöht und unsere Position an der Spitze nochmals gefestigt. Mehr als die Hälfte aller möglichen Nummer-eins-Positionen der Albumcharts gingen an Universal-Music-Künstler – auch im Klassikbereich. Unsere Künstler wurden hierzulande mehr als 19 Milliarden Mal gestreamt und haben gleichzeitig deutlich mehr als zehn Millionen physische Tonträger verkauft. Auch in den Radio-Charts liegen wir mehr als zehn Prozent vor unserem nächsten Mitbewerber. Dass wir mit „Helene Fischer“ das Album des Jahres und mit Bonez MC & RAF Camora sowie Gzuz die Plätze zwei und drei der Jahrescharts belegen, ist ebenso erfreulich wie die Tatsache, dass wir mit unseren Domestic-Labels Vertigo, Polydor und Electrola die Plätze eins bis drei der Label-Auswertung der Album-Jahrescharts erreicht haben. Ich möchte unseren Künstlern ebenso wie meinen Kollegen dazu ganz herzlich gratulieren und mich bei allen bedanken.
2018 zwischen Licht und Schatten
Von der Auseinandersetzung ums Urheberrecht über den Echo und die Entwicklung im physischen Bereich bis zur Diskussion um den Zweitmarkt brachte 2018 viele denkwürdige Ereignisse mit sich. MusikWoche wollte von zahlreichen Akteuren der Musikwirtschaft wissen, was für sie die bedeutsamste Entwicklung im abgelaufenen Musikjahr war?






