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ARD und Film Five widmen Xatar eigene Doku

Auf „Babo“, die Dokumentation über Haftbefehl, folgt nun der nächste intime Einblick in die Welt des Deutschraps: Film Five realisiert für die ARD eine dreiteilige Serie über den verstorbenen Rapper Xatar.

Der jüngste Erfolg der Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“ auf Netflix, die mit 4,1 Mio. Views in sechs Tagen an die Spitze der Streaming-Charts kletterte, zeigt das wachsende Interesse an authentischen Einblicken in die deutsche Rapkultur. Nun zieht die ARD nach: Fürs Frühjahr 2026 ist eine dreiteilige Dokuserie über Giwar Hajabi alias Xatar angekündigt, produziert von Film Five in Zusammenarbeit mit NDR, SWR, WDR und HR.

Die Serie, die noch zu Lebzeiten des Rappers initiiert wurde, beleuchtet Xatars außergewöhnliche Biografie – vom „Goldmann“ und Labelgründer bis zum Unternehmer, Ehemann und Vater. Sie will den Mythos der öffentlichen Darstellung brechen und den Menschen hinter der Kunst sichtbar machen. Private, bislang unveröffentlichte Aufnahmen sollen Einblicke in Hajabis Alltag gewähren; Wegbegleiterinnen und Freunde aus Musik, Film und Kultur ordnen sein Vermächtnis ein.

Nach Xatars Tod im Mai 2025 führt seine Ehefrau Farvah Hajabi das Projekt fort: „Es bedeutet mir viel, dieses Projekt weiterzuführen und zu zeigen, wie viel Herzblut, Vision und Menschlichkeit in Giwar stecken.“

Xatars Leben war bereits Motiv für eine filmische Umsetzung. Der bisher erfolgreichste Film von Fatih Akin, „Rheingold“, orientierte sich an der Biografie des Rappers.

Für die Berliner Produktionsfirma Film Five ist die Xatar-Serie ein weiterer Meilenstein in einem eindrucksvollen Doku-Portfolio: Das Unternehmen verantwortete bereits preisgekrönte Arbeiten wie „Liebe, D-Mark und Tod“ (Publikumspreis der 72. Berlinale, Grimme-Preis 2024), sowie „Gladbeck“ für Netflix.

Die Redaktion der Doku-Serie liegt bei Domenica Berger und Florian Müller (NDR SPIN), Marisa Middleton (SWR), Ann-Christin Gertzen (WDR) und Patrick Secker (HR, Deutschrap ideal).