Die GEMA will ihre 100-prozentige Beteiligung an der Zebralution GmbH verkaufen, wie die Verwertungsgesellschaft am frühen Abend des 20. Januar 2026 bestätigte. Dieser Schritt stehe „im Einklang mit der Unternehmensstrategie der GEMA, sich noch stärker auf ihr Kerngeschäft der kollektiven Rechtewahrnehmung zu konzentrieren, die Mitgliederservices auszubauen und die internationale Lizenzierung voranzutreiben“, teilte das Unternehmen mit. Der Verkauf des Digitaldienstleisters stehe indes noch unter Vorbehalt einer kartellrechtlichen Prüfung und der Zustimmung des Bundeskartellamts. Über die dort laufende Untersuchung hatte zunächst das Magazin „new business“ berichtet.
Als Käuferin kommt die in New York ansässige Insight Holdings Group ins Spiel, die man bei der GEMA als eine „international aufgestellte, finanzstarke Investmentgesellschaft“ bezeichnet, die zudem „über umfassende Expertise im Bereich digitaler Geschäftsmodelle sowie einen auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Investitionsansatz“ verfüge: „Zebralution eröffnet sich damit die Möglichkeit, weiter zu wachsen und neue Innovationen auf den Weg zu bringen.“
„Mit dem neuen Gesellschafter an unserer Seite und einem bewährten Managementteam bleibt Zebralution auch künftig ein verlässlicher und innovativer Partner für die Branche.“ Tina Jürgens, Zebralution.
Weiteres Wachstum peilt auch das Zebralution-Team an – bei personeller Kontinuität: „Als einer der First-Mover für den digitalen Vertrieb von Musik, Hörbüchern, Hörspielen, eBooks und Podcasts hat die Zebralution-Gruppe durch technische Innovationen neue Märkte geschaffen, innovative Geschäftsmodelle und Absatzkanäle kreiert und maßgeblich zum Erfolg und Wachstum ihrer Kund:innen beigetragen“, lässt Co-CEO Tina Jürgens auf Nachfrage von MusikWoche wissen. „Mit dem neuen Gesellschafter an unserer Seite und einem bewährten Managementteam bleibt Zebralution auch künftig ein verlässlicher und innovativer Partner für die Branche“, sagt Jürgens: „Unsere Leidenschaft für digitale Lösungen treibt uns an, die Zukunft weiterhin aktiv zu gestalten und neue Impulse für den Markt zu setzen.“
Konrad von Löhneysen betont derweil im Gespräch mit MusikWoche die Bedeutung der musikalischen Wurzeln des Unternehmens: „Zebralution hat mit Musik begonnen und ist damit auch groß geworden“, sagt der Co-CEO. „Zudem hatte das Unternehmen in seiner inzwischen mehr als 20-jährigen Geschichte bereits den einen oder anderen Gesellschafter – inklusive meiner selbst.“ Für die künftige Entwicklung bei Zebralution verspricht er daher: „Bei uns spielt auch weiterhin die Musik.“
„Bei uns spielt auch weiterhin die Musik.“ Konrad von Löhneysen, Zebralution.
Bei der GEMA meldet sich zudem der Vorstandsvorsitzende Tobias Holzmüller zu Wort: „Mit dem Verkauf unserer Unternehmensanteile an Zebralution konzentrieren wir uns noch stärker auf unser Kerngeschäft: die effiziente Verteilung von Tantiemen, das Angebot hochwertiger Services für unsere Mitglieder und die Ausweitung der internationalen Lizenzierung.“
Die GEMA stieg 2019 bei dem 2004 in Duisburg gegründeten Unternehmen als Mehrheitsgesellschafterin ein und übernahm im Herbst 2024 auch die verbleibenden Anteile an Zebralution.

Holzmüller ergänzt nun: „In den vergangenen Jahren konnten wir gemeinsam Zebralution in wichtigen Bereichen weiterentwickeln und gemeinsame strategische Ziele erreichen. Das Unternehmen ist nun hervorragend positioniert und gewinnt mit den neuen Anteilseignern zusätzlichen Schwung für technologiegetriebenes Wachstum und Innovationsentwicklung.“






