Recorded & Publishing

Wollen Warner und Sony BMG an die Börse?

Zum Jahresbeginn keimen in den USA erneut Gerüchte über Edgar Bronfmans Börsenpläne bei Warner Music. Doch auch Sony und Bertelsmann sollen Absichten in Zusammenhang mit der Wall Street haben.

Zum Jahresbeginn keimen in den USA erneut Gerüchte über die Börsenpläne bei Warner Music Group. Doch auch Sony und Bertelsmann sollen Absichten in Zusammenhang mit der Wall Street haben. Laut einem Ausblick der „Los Angeles Times“ für das Jahr 2005 stehen der Entertainmentbranche in den kommenden Monaten grundlegende Veränderungen bevor. Die renommierte Tageszeitung hört das Gras in Hollywood wachsen und beruft sich in ihrem sehr spekulativen Artikel auf Gespräche mit Analysten und hochrangigen Branchenmanagern. Mit Blick auf die Musikindustrie ist dabei die Prophezeiung, dass Edgar Bronfman jr. für die Warner Music Group einen Börsengang anstrebt, um in der Folge EMI zu übernehmen, nicht wirklich überraschend.

Mehr Raum für Spekulationen liefert da schon die Vermutung, die Sony Corp. of America plane einen IPO für seine gebündelten Beteiligungen im Entertainmentgeschäft. Davon betroffen wären nicht nur die kürzlich übernommenen Anteile am Filmstudio MGM, sondern vor allem der durch Fusion entstandene Major Sony BMG. Laut „LA Times“ strebe in diesem Szenario auch Joint-Venture-Partner Bertelsmann einen mit Aktien versilberten Ausstieg aus dem Musikgeschäft an. Einen Zeitrahmen für diese angeblichen Börsenpläne skizzierte die Zeitung nicht, ebenso wenig gab es offizielle Stellungnahmen der betroffenen Firmen zu diesen Spekulationen.