Die deutsche Tonträgerwirtschaft seit Jahren in der Krise, die neuesten Absatzzahlen im Keller. Anlass für die Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen der Fachtagung „Darf es auch ein bisschen deutsch sein?“ zur Podiumsdiskussion unter dem Titel „Charts, Stars und der Staat“ einzuladen. Im Vordergrund der Veranstaltung in der Akademie der Stiftung standen am Abend des 6. März die Reform des Urheberrechts, die Radioquote und die Einrichtung eines Musikexportbüros. Einigkeit herrschte über Nachholbedarf in Deutschland. Das französische Exportbüro bestehe schon seit zehn Jahren und wurde von einem Ex-Verteidigungsminister mit ins Leben gerufen, führte Steffen Kampeter aus. „Man stelle sich vor, Volker Rühe oder Rudolf Scharping würden in dieser Position in Deutschland arbeiten“, so das CDU/CSU-Bundestagsmitglied. Unklar war jedoch, warum Kampeter auf Frankreichs Ex-Kultur- und -Verteidigungsminister Francois Léotard verwies, wo es doch Léotards Nachfolger Jack Lang war, der das Exportbüro initiierte. Konsens bestand zum Thema Urheberrecht. Ein Inkrafttreten der Gesetzesnovelle im Frühsommer scheint gesichert. Kontrovers hingegen die Diskussion zur Radioquote. „Die Industrie fordert die Quote und serviert uns dann ‚Deutschland sucht den Superstar‘. Und das von vier großen Plattenfirmen gegründete Viva spielt nur Charts“, argumentierte Jochen Rausch vom allseits für seine Vielfalt gelobten Jugendsender WDR Eins Live. Da musste auch Universal-Chef Tim Renner konstatieren, dass „das letzte Jahrzehnt das am schlechtesten gemanagte in der Geschichte der Musikindustrie war“. Abschließend ergänzte Steffen Kampeter, dass er die Einführung einer Radioquote für „illusorisch“ halte, vielversprechender sei hingegen eine Selbstverpflichtung der Radiosender. Bei der Podiumsdiskussion nahmen zudem noch Prof. Dr. Rolf Budde, (Budde Musikverlag), Leslie Mandoki (Red-Rock, Park Studios, Paroli Records), Frank Maass (Turbo Beat, BMG), Detlef Soost (Choreograph der RTLII-„Popstars“) und Cornelia Much (Midem) teil.
„Wir haben Fehler gemacht“
Die deutsche Tonträgerwirtschaft seit Jahren in der Krise, die neuesten Absatzzahlen im Keller. Anlass für die Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen der Fachtagung „Darf es auch ein bisschen deutsch sein?“ zur Podiumsdiskussion zu laden.






