Recorded & Publishing

Wer bekommt Sony/ATV Publishing?

In New York ranken sich wieder Gerüchte um Sony/ATV Music Publishing und Michael Jackson. Angeblich will Jackson seine Hälfte an dem gemeinschaftlich betriebenen Musikverlag loswerden. Andere Insider behaupten, Sony wolle den Verlag abstoßen.

In New York ranken sich wieder Gerüchte um Sony/ATV Music Publishing und Michael Jackson. Angeblich will Jackson seine Hälfte an dem gemeinschaftlich betriebenen Musikverlag loswerden. Andere Insider wiederum behaupten, Sony wolle den Verlag abstoßen. Einem Bericht der „New York Post“ zufolge gibt es bei der Sony Corporation of America Pläne, Michael Jackson für seine Anteile an Sony/ATV auszubezahlen. Im Gespräch ist eine Summe von 300 Mio. Dollar. Jacksons Anteil wird zwar auf 500 Mio. Dollar taxiert, jedoch steht der selbst ernannte King of Pop bei der Bank of America und bei Sony mit 200 Mio. Dollar in der Kreide.

Der Kinderschänderprozess belaste den Star ebenso wie angeblich anhaltende Finanzprobleme. Deshalb wolle Jackson verkaufen, so die Gerüchte. Seit der Fusion von Sony Music und BMG steht Sony/ATV unter der Leitung von Sony America. Dort will Finanzchef Rob Wiesenthal laut „Post“ das Geschäft endlich auf Vordermann bringen – zusätzliche Kataloge sollen aufgekauft werden, der Geschäftszweig soll stärker florieren als zuletzt. Im Jahr 1999 wurde Sony/ATV mit 930 Mio. Dollar bewertet, seither habe sich der Verlag nicht weiterentwickelt, heißt es.

Als sich Jackson 1997 an der Firma beteiligte, brachte er einen umfangreichen Verlagskatalog mit vielen Beatles-Rechten mit, die er 1985 für 47,5 Mio. Dollar erworben hatte. Diesen Besitzstand werde der Popstar nur ungern aufgeben, so manche Beobachter. Laut Insidern, die das US-Magazin „Hits“ zitiert, sucht Jackson derzeit vielmehr selbst Investoren, um den Verlag vollständig zu übernehmen. Welche Rolle dabei Jacksons Finanzberater Charles Koppelman spielt, ist derzeit noch im Unklaren. Der einstige Chef von EMI Nordamerika steht dem Vernehmen nach zusammen mit Jackson-Anwalt John Branca in Verhandlungen mit Sony.

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