Nachdem die Marktführer Universal Music und Sony BMG bereits erste Verträge über Musikvideo-on-Demand mit den großen Portal- und Suchmaschinenbetreibern ausgehandelt haben, will nun auch Warner Music von der Nutzung neuer Mediendienste profitieren. Aktuell verhandelt man mit Google. Ein Sprecher erklärte zwar, man befinde sich erst in einer frühen Phase der Gespräche, bestätigte jedoch gegenüber „Newsweek“, dass es dabei um eine Umsatzbeteiligung für die Rechteinhaber geht.
Das Streamen von Videoclips hat sich in den vergangenen Monaten zu einem enormen Wachstumssektor für Unternehmen wie Yahoo!, AOL, MSN oder Google entwickelt, der außer den Nutzerzahlen vor allem die Werbeeinnahmen bei den Portalen in die Höhe schießen lässt. Aus diesem Boom wollen auch die Labels Gewinn schlagen, die schließlich die Produktionskosten für die musikalischen Kurzfilme tragen. Neben einer Gebühr pro Clip-Stream will Warner Music vor allem auch einen Anteil an den Werbeerlösen, die Google durch die Vermarktung von Suchergebnissen erzielt. Damit will die Plattenfirma nach Aussage eines ungenannten Warner-Managers nicht nur am tatsächlichen Abruf seiner Inhalte, sondern auch an der werbefinanzierten Suche nach den Clips mitverdienen.
Ähnliche Deals haben Sony BMG und Universal bereits abgeschlossen. Der Vertrag zwischen Yahoo! und Universal soll pro Jahr angeblich zehn Mio. Dollar wert sein. Ein Exklusivabkommen zwischen AOL und Sony BMG wurde von Insidern sogar auf über 25 Mio. Dollar taxiert.





