Die Warner Music Group (WMG) und ihre Konsortialbanken haben offenbar auf die deutliche Kritik von Analysten und Investoren gehört und werden beim für den am heutigen 11. Mai geplanten Börsengang kleinere Brötchen backen. Der Ausgabepreis soll nur noch zwischen 19 und 20 Dollar liegen. Ursprünglich war eine Preisspanne von 22 bis 24 Dollar anvisiert worden. Zudem will man rund 16 Prozent weniger Aktien in Umlauf bringen als zunächst geplant. Statt 32,6 Mio. Anteilsscheinen sollen nur 27,2 Mio. Papiere in den Handel kommen.
Die Kürzung des Angebots lässt sich dem Vernehmen nach darauf zurückführen, dass die jetzigen Besitzer der WMG ihre Aktien nun doch nicht verkaufen werden. Dies war davor ein Hauptkritikpunkt der Wall-Street-Experten. Wenn die Besitzer der WMG durch den Verkauf ihrer Anteile aus dem Unternehmen aussteigen sollten, sei das für potenzielle Investoren nicht unbedingt eine Einladung zum Einstieg. Diese Informationen stammen nicht von der WMG selbst, die so kurz vor dem IPO in der „Quiet Time“ einer Schweigepflicht unterliegt, sondern von einem institutionellen Investor, dessen Identität der Dow-Jones-News-Dienst jedoch verschweigt.





