Die Vorwürfe seien „abstrus“, sagt Holger Kurschat, Geschäftsführer der Managementfirma KU-BA, im Interview mit musikwoche.de. Die Illustrierte stützt sich bei ihren Recherchen auf Unterlagen, die Peter Frischke, angeblich Fahrer von Kurschat, verloren hatte. Diese Dokumente – Kassenbons über den gezielten Einkauf von insgesamt 102 CDs innerhalb von zwei Tagen, Adresslisten von 259 Plattenläden in 69 deutschen Städten und eine Deutschlandkarte – veranlassen „Max“ zu der Vermutung, dass durch gezielte Stützkäufe von Seiten des Managements die Charts-Positionen der Titel „Delicious“ (Jeanette) und „Es ist niemals zu spät“ (Bernhard Brink) manipuliert worden sind. Auch der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft kommt in dem Artikel zu Wort: Geschäftsführer Peter Zombik sieht „keine Zweifel, dass hier systematisch betrogen werden soll“. Verbandssprecher Dr. Hartmut Spiesecke sagte gegenüber musikwoche.de, es gebe keinen Verdacht, dass die Tonträgerhersteller oder die Künstler involviert sind. „Der Charts- und Marketingausschuss und die dort handelnden Personen prüfen jetzt die uns übergebenen Unterlagen und werden gegebenenfalls Konsequenzen vorschlagen.“ Den Verdacht auf eine Charts-Manipulation hält Spiesecke durchaus für plausibel. „Wir haben als Branche und als Verband ein großes Interesse daran, dass die Charts als wichtiges Instrument der Branche sauber sind. Eventuelle Verstösse dagegen werden wir ahnden.“ Unklar ist indes, welche 259 Händler auf Frischkes Liste standen und wie der Verdächtigte sicher stellen wollte, dass ausgerechnet Käufe in diesen Läden für Veränderungen in den Charts sorgen würden. Eine Stellungnahme von Media Control aus Baden-Baden liegt derzeit noch nicht vor.
Was Holger Kurschat zu den Vorwürfen sagt, .






