Recorded & Publishing

Verbände gegen Tauschbörsennutzer

Zahlreiche Verbände der deutschen Musikindustrie und verwandter Branchen sprechen sich für die Verfolgung von P2P-Nutzern aus.

Dr. Christian Sprang, Börsenverein des Deutschen Buchhandels: „Die so genannten Tauschbörsen sind illegale Kopiernetzwerke. Kein Rechteinhaber kann es hinnehmen, dass seine Leistungen massenhaft missbraucht werden. Deshalb ist das Vorgehen der Tonträgerhersteller verständlich und legitim.“

Alexander Wessendorf, Vorsitzender des Handelsverbands Musik und Medien (HAMM): „Illegale Musikangebote sind auch für den Handel ein enormes Problem. Der Musikverkauf leidet unter illegalen Internetangeboten. Wir spüren, dass die Nachfrage nach Hits da ist, aber trotzdem nicht mehr so viel Musik gekauft wird. Der Singlemarkt ist massiv eingebrochen. Die illegalen Angebote müssen in Schach gehalten werden, um den Musikmarkt zu retten. Deswegen unterstützen wir das Vorgehen der Musikindustrie.“

Steffen Kuchenreuther, Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO): „Die Filmwirtschaft hat mit illegalen Internetangeboten ein ähnliches Problem wie die Musikwirtschaft. Illegale Filmangebote im Netz bedrohen die gesamte Verwertungskette von Kino über Video bis zum Pay-TV. Deswegen müssen die Rechteinhaber alle legalen Mittel nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen, um illegale Angebote zu unterbinden. Genau das tut die Musikindustrie. Das Vorgehen der Musikindustrie ist auch für die Filmwirtschaft eine Option.“

Dagmar R. Sikorski-Großmann, Präsidentin des Deutscher Musikverleger-Verbandes (DMV): „Illegale Angebote sind eine Bedrohung der musikalischen Kreativität und untergraben den Schutz des geistigen Eigentums. Wir begrüßen das konsequente Vorgehen der Phonowirtschaft und hoffen, dass damit eine nachhaltige Abschreckung erreicht wird.“

Dr. Tilo Gerlach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL): „Die ausübenden Künstler sind von Piraterieangeboten natürlich stark betroffen, denn sie leben von der Aufführung ihrer Musik und vom Tonträgerverkauf. Illegale Angebote müssen deshalb verhindert werden. Es ist bedauerlich, dass die geltende Rechtslage es erzwingt, Strafverfahren einzuleiten, wenn Provider den Rechteinhabern freiwillig keine Auskunft über die Anbieter erteilen. Dass die Tonträgerhersteller bei dieser unbefriedigenden Rechtslage strafrechtliche Schritte gegen Intensivtäter ergreifen, ist nachvollziehbar und notwendig.“

Michael Bisping, Präsident des Music Managers Forum Deutschland e. V. (MMF): „Die Tonträgerhersteller leiden massiv unter Musikpiraterie. Illegale Angebote zerstören den materiellen und ideellen Wert von Musik. Der Schutz des Repertoires ist integrales Interesse auch der Künstler. Daher unterstützen wir das Vorgehen der Phonobranche voll und ganz.“

Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft e.V. (IDKV): „Basis erfolgreicher Konzertveranstaltungen ist regelmäßig ein erfolgreiches Tonträgerprodukt. Illegale Verbreitung ihrer Aufnahmen schadet den Künstlern und damit indirekt auch der Veranstaltungsbranche.“