Recorded & Publishing

US-Indies wollen Verband gründen

Die führenden amerikanischen Independentlabels planen eine gemeinsame Interessenvertretung. Die American Association of Independent Music (AAIM) soll ihren Vorbildern in Europa nacheifern und dabei helfen, die Marktstellung der unabhängigen Firmen zu verbessern.

Die führenden amerikanischen Independentlabels planen eine gemeinsame Interessenvertretung. Die American Association of Independent Music (AAIM) soll ihren Vorbildern in Europa nacheifern und dabei helfen, die Marktstellung der unabhängigen Firmen zu verbessern. Nach Informationen der „New York Post“ soll die AAIM im Frühjahr 2005 ihre Arbeit aufnehmen, derzeit suche man noch nach einer Führungskraft, die die Rolle des Verbandssprechers übernehmen soll. Die Geschäftsführer von Firmen wie TVT, Koch, Artemis, Tommy Boy, Victory oder Spinart träfen sich bereits seit Monaten unregelmäßig in New York zu Sondierungsgesprächen, so die „NY Post“.

Bislang gab es in der US-Branche noch keinen Verband für Indies, die AAIM soll nach dem Willen der Gründer ähnliche Aufgaben übernehmen wie die Organisationen VUT oder AIM in Großbritannien und Deutschland. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ wäre ein erstes Ziel der AAIM, für ihre Mitglieder bessere Konditionen im Onlinevertrieb auszuhandeln. Apple zahlt nach Aussage eines nicht genannten Indie-Chefs nur knapp über 50 Cents pro Titel eines unabhängigen Labels, während Majorfirmen angeblich 67 Cents erhalten. Darüber hinaus wollen sich die voraussichtlich 50 Gründungsmitglieder um bessere Konditionen bei Presswerken und Vertrieben kümmern. Insgesamt kommen unabhängige Plattenfirmen in den USA auf einen gemeinsamen Marktanteil von etwa 16 Prozent.