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US-Demokraten fahren schwere Geschütze gegen P2P auf

Zwei demokratische Kongressabgeordnete haben einen Gesetzentwurf eingebracht, der Nutzern von P2P-Börsen harte Sanktionen androht. Vertreter der Electronic Frontier Foundation kritisierten diesen Schritt.

Zwei demokratische Kongressabgeordnete haben einen Gesetzentwurf eingebracht, der Nutzern von P2P-Börsen harte Sanktionen androht: Nach dem Entwurf von John Conyers und Howard Berman würde jeder P2P-Nutzer, von dessen Festplatte andere Netzwerkmitglieder mindestens zehn urheberrechtlich geschützte Titel heruntergeladen haben, pro Song mit Schadensersatzforderungen von 2500 Dolar rechnen müssen. Parallel soll die von vier weiteren Repräsentanten untestützte Gesetzesinitiative unter dem Namen Author, Consumer, and Computer Owner Protection and Security (ACCOPS) auch für Filmkopien gelten und empfindliche Schritte gegen das Mitschneiden von Filmen in Kinos möglich machen. Die bestehenden Gesetze gegen die Verletzung von Urheberrechten gehen laut Conyers, der als führender Vertreter der Demokraten im Rechtsausschuss des Kongresses gilt, nicht weit genug. Vertreter der Electronic Frontier Foundation (EFF) kritisierten den Entwurf dagegen. So meinte EFF-Anwalt Jason Schultz, dass es sich bei dem Vorstoß um politisches Theater handele: 60 Mio. Musikfans zu verhaften sei kein gutes Geschäft und würde keinen einzigen Cent in die Kassen der Künstler spülen.