Die Umsätze bei Universal Music Deutschland schrumpften im letzten Jahr langsamer als der Gesamtmarkt. Während die deutsche Musikbranche für die Bilanz des Jahres 2004 ein Minus von vier Prozent erwartet, freut sich President & CEO Frank Briegmann über einen nur einprozentigen Umsatzverlust. Ziel sei es nun, im laufenden Jahr den Umsatz stabil zu halten. Doch trotz der erneut niedrigeren Einnahmen, blieb für Universal unterm Strich eine schwarze Zahl: „Alle Bereiche liegen im Plus“, verriet Briegmann der „Welt“. Zuvor sagte der Universal-Chef bereits gegenüber dem „Tagesspiegel“, dass er für das Jahr 2005 noch einmal einen kleinen Verlust für die Branche erwarte: „Die Prognosen reichen hier von minus zwei bis null Prozent. Ich denke aber, wir haben jetzt die Talsohle erreicht.“
Vor allem das digitale Geschäft entwickle sich erfreulich für sein Unternehmen, so Briegmann. „Wir erwirtschaften mit Klingeltönen schon einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.“ Das sind zwar erst rund zwei Prozent der Gesamteinnahmen, doch Briegmann erwartet ein schnelles Wachstum. Innerhalb der nächsten vier Jahre werde Universal bereits ein Viertel seines Geschäfts mit Ringtones und Downloads machen. Schon im laufenden Jahr will er den Klingeltonanteil verdoppeln. Dabei spielt künftig auch der Direktvertrieb über SMS eine Rolle. Vorbei an Zwischenhändlern wie Zed oder Jamba könne man damit die Marge steigern. Ein erster Test mit „Schnappi“ habe sich dabei als Erfolg erwiesen. Laut Briegmann konnte Universal zusätzlich zu den 400.000 verkauften CD-Singles noch weitere 100.000 Klingeltöne absetzen.






