Recorded & Publishing

Universal schaltet Popfile ab

Universal Music nimmt zum Jahresende seinen Downloadshop Popfile vom Netz. Universal-Geschäftsführer Frank Briegmann will künftig mit anderen Anbietern kooperieren, die Popfile-Technik allerdings noch für Kooperationen nutzen.

Universal Music nimmt zum Jahresende seinen hauseigenen Downloadshop Popfile vom Netz. Einen entsprechenden Bericht der „Welt“ bestätigte ein Universal-Sprecher auf Nachfrage von musikwoche. Universal-Geschäftsführer Frank Briegmann will künftig enger mit anderen Anbietern wie Musicload oder iTunes kooperieren. Ein Problem von Popfile sei die Beschränkung auf das hauseigene Repertoire gewesen, sagte Briegmann: „Damit können wir dem Endkonsumenten nicht die Breite bieten, die er bei den Vollsortimentern findet.“ Die Popfile-Technik könne man allerdings auch künftig noch für Kooperationen im B2B-Bereich nutzen: „So können Markenartikler exklusive Universal-Downloads maßgeschneidert auf ihre Zielgruppe für Marketingaktionen nutzen“, warb Briegmann.

Der damalige Universal-Chef Tim Renner hatte das Angebot Popfile im August 2002 im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet. Spätestens mit dem Aus für die Branchenplattform PhonoLine dürfte Popfile aber der Wind aus den Segeln genommen worden sein. Das zeigte sich auch am Abschied Stefan Posserts: Der bei Universal als Popfile-Macher geltende Manager hatte das Unternehmen im August 2004 verlassen.

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