Recorded & Publishing

Universal könnte Nummer zwei auf Spitzers Liste sein

Nach der außergerichtlichen Einigung zwischen Sony BMG und New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer im Payola-Skandal deutet sich Universal Music als nächster Kandidat für eine öffentliche Schulderklärung an.

Nach der außergerichtlichen Einigung zwischen Sony BMG und New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer im Payola-Skandal deutet sich nun Mitbewerber Universal Music als nächster Kandidat für eine öffentliche Schulderklärung an. US-Medien weisen auf Verbindungen zu einer Klage zweier unabhängiger Promotionfirmen gegen den Major hin, die eine Verwicklung von Universal in die Schmiergeldaffäre nahe legen.

Die Radiopromotionfirmen Majestic Productions und National Music Marketing hatten Universal im April verklagt, weil der Musikkonzern sie angeblich gezwungen hatte, Abrechnungen zu fälschen und Radiosender mit illegalen Zuwendungen zu Playlisten-Garantien zu bewegen. Nachdem man sich gegen diese Geschäftspraktiken gewehrt hatte, sei man von Universal des Auftrags entbunden und branchenweit kalt gestellt worden, behaupten die beiden Promotionunternehmen.

Als Ausführende auf Seiten Universals werden in der Klage die Promotionmanager Chuck Field und Gary Marella genannt, die NNM und Majestic angeblich unter Druck gesetzt haben sollen. Deren Vorgesetzte ist Valerie DeLong, Senior Vice President Promotions bei Universal Records. Weil sie laut Insidern die Anweisungen zur Payola erteilt habe, stünden DeLongs Name und der ihres Arbeitgebers nun ganz oben auf Eliot Spitzers Liste. Offizielle Stellungnahmen aus Spitzers Behörde über das weitere Vorgehen gibt es indes noch nicht.

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