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Umsatz- und Gewinneinbruch bei Jack White AG

Im Geschäftsjahr 2006 musste die Jack White Productions AG (JWP) bei Umsatz wie Gewinn deutliche Verluste hinnehmen. So sank der Umsatz von rund 23,3 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 11,7 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2006 musste die Jack White Productions AG (JWP) bei Umsatz wie Gewinn deutliche Verluste hinnehmen, wie Vorstandsvorsitzender Thomas M. Stein bei einer Pressekonferenz am Vormittag des 27. April in München bekannt gab. So sank der Umsatz von rund 23,3 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 11,7 Millionen Euro.

Als Grund dafür nannte Stein den rückläufigen US-Musikmarkt, der sich negativ auf die JWP-Tochter VI Music LLC in Puerto Rico ausgewirkt habe. Auch die Entkonsolidierung der amerikanischen HoT JWP Music Inc. in Miami und ein schwächeres Geschäft im deutschsprachigen Raum hätten zum Rückgang beigetragen. Bei der Muttergesellschaft JWP AG reduzierte sich der Umsatz um rund 38 Prozent von 9,8 Millionen auf 6,1 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis im Konzern (EBIT) ging 2006 von 4,9 Millionen auf minus 2,2 Millionen Euro zurück. Hierfür seien neben dem geringeren Geschäftsvolumen vor allem höhere Retouren verantwortlich, teilt das Unternehmen mit. Zudem wurden in allen Unternehmensbereichen Abschreibungen vorgenommen. Daraus ergab sich ein Konzern-Jahresfehlbetrag von minus 8,1 Millionen nach einem Überschuss von 3,3 Millionen im Jahr zuvor.

Im laufenden Geschäftsjahr will das von Jack White 1998 gegründete Unternehmen vorrangig das Ertragsniveau verbessern und sich wieder stärker auf das operative Geschäft konzentrieren. Trotz des schlechten Ergebnisses rechnet der Konzern 2007 noch mit einer leichten Umsatzsteigerung und einem positiven Ergebnis. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, meinte Stein, „es kann jetzt nur noch nach vorne gehen.“ Positiv auswirken sollen sich neue Künstler, die JWP unter Vertrag nehmen will, sowie zusätzliche Übernahmen und Kooperationen, die in der Prognose für 2007 nicht enthalten sind. Dazu zählt JWP auch die gestern bekannt gegebene Übernahme der Firma 313 Music.

Viel versprechen sich Thomas M. Stein und Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Fromm auch von der „Erschließung neuer Geschäftsfelder“ und neuen Veröffentlichungen von Hansi Hinterseer und der einstigen „DSDS“-Siegerin Elli. Trennen will man sich hingegen von der Tochterfirma Transcontinent Musikverlag; es lägen schon einige hochkarätige Angebote vor. Gerüchte über einen Standortwechsel nach München konnte und wollte Stein nicht bestätigen. Sein Fazit: „Die Firma befindet sich im Umbruch.“

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