Recorded & Publishing

Umfrage zur Halbzeit im Weihnachtsgeschäft

Der Tonträgerhandel zieht nach dem Beginn des Saisongeschäfts ein zurückhaltendes Fazit. Wie eine Umfrage von musikwoche.de ergab, ist das Geschäft zwar angelaufen, interessante Zuwächse blieben bislang aber zumeist aus.

“Die ersten beiden Adventswochenenden blieben hinter den Erwartungen zurück“, erklärt Thomas Güttler, Branchenmanager Musik, Video & Software bei der Karstadt Warenhaus AG. „Die dritte Woche hat dagegen ausgesprochen positiv begonnen. Nun müssen wir sehen, wie es weitergeht.“ Während der Filmbereich laut Güttler ein starkes Wachstum zeigt, „verkaufen sich im Bereich Musik sehr wenige Produkte auf einem hohen Niveau“. Die große Breite an Produkten liefe dagegen ohne hohe Stückzahlen, ergänzt Güttler. „Das Weihnachtsgeschäft ist angelaufen“, meint Hugo Heinzen, Inhaber der aktiv Musik – Plattenkiste in Bad Neuenahr. Ob es wirklich gut angelaufen sei, müsse sich allerdings erst noch zeigen. „Die Kunden halten ihr Geld noch ziemlich zusammen und schauen zu sehr auf die Preise“, meint auch Ilona Ahrendt, Inhaberin des aktiv Music-Shops in Oranienburg. Zudem behindere eine Baustelle vor dem Laden die Kunden ein wenig. Trotzdem seien die beiden Tage vor dem Nikolaustag zufriedenstellend verlaufen: „Der Tonträger wird eben immer noch gern als Geschenk genommen. Wir hoffen deshalb, dass das Geschäft bis zu den Feiertagen noch anzieht“, ergänzt sie. Auch beim Fachhandelsverband ist die Bilanz zur Halbzeit des Saisongeschäfts noch zwiespältig: „Der große Jubel bricht noch nicht aus“, gesteht Dr. Heinz Stroh, Geschäftsführer des Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte. In einer Telefonkonferenz mit mehreren Händlern habe er nach dem zweiten Advent erfahren, dass im Vergleich zum ersten Vorweihnachtswochenende zwar ein Aufschwung festzustellen sei, eine Trendwende aber weiterhin nicht stattgefunden habe. Gerade bei teureren Produkten sei etwa im Musikalienhandel die Tendenz zu erkennen, dass Kunden ihre Kaufentscheidung immer weiter hinauszögerten und die Verkaufsgespräche immer länger dauerten. Deswegen setzt Stroh Hoffnungen in das Geschäft im Anschluss an die Feiertage.