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Umfrage: Midem-Kritik stößt auf Protest

musikwoche fragte die Messebesucher, ob die Krise auch die Midem erfasst habe, und hat eine eindeutige Antwort erhalten: Fast die Hälfte aller Teilnehmer sah auch die Musikmesse in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings legten viele Umfrageteilnehmer Protest gegen eine solche Einschätzung ein.

Zwei Wochen vor Beginn der Midem hatte musikwoche gefragt, ob die Krise auch die Musikmesse erfasst habe, und dabei eine eindeutige Antwort erhalten: Fast die Hälfte aller Teilnehmer sah auch die Midem in Mitleidenschaft gezogen. Mittlerweile sind alle Messebummler von der Côte d’Azur zurückgekehrt, und musikwoche wollte wissen, ob sich der Besuch gelohnt habe. Viel hat sich nicht am Ergebnis verändert: Noch immer sieht eine große Mehrheit von 44,6 Prozent die Midem in der Krise. Doch gegen eine solche Einschätzung legen viele Umfrageteilnehmer Protest ein.

So betont Georg F. Löffler, Geschäftsführer GLM Musikverlag und Vorstand des Indie-Verbandes VUT: „Die Midem ist nach wie vor die führende internationale Musikmesse, die nicht nur der Kommunikation dient, sondern reale Geschäftskontakte herstellt. Etwas Vergleichbares gibt es noch nicht auf der Welt.“ Auch wenn die Majors auf der Messe und im Rahmenprogramm kaum mehr in Erscheinung getreten seien, schmälere dies die Bedeutung der Messe nicht. Weniger Hektik bedeute mehr konstruktive Gespräche. Das findet auch Robert Larasser, Geschäftsführer RL Promotion Medienservice: „Als Medienpromoter und Verleger stelle ich jährlich in Cannes die Weichen für das laufende Geschäftsjahr und freue mich auf den internationalen Austausch mit meinen Geschäftspartnern. Eine Grundsatzdiskussion über die generelle Teilnahme am weltweit wichtigsten Branchenevent kann ich nicht verstehen.“

In der aktuellen Umfrage auf musikwoche.de können Sie wieder Ihre Meinung zu einem Branchenthema abgeben. Ein Click genügt. Unser aktuelles Thema: Vorab-Downloads einzelner Tracks – bedeuten sie Fluch oder Segen?