Nach dem Vorstandstreffen von Time Warner (TW) am 20. November muss die EMI Group im Rennen um die Übernahme von Warner Music mit einer Schlappe rechnen: Aus TW-Unternehmenskreisen war laut der „New York Times“ zu hören, dass das Konsortium um Haim Saban, Edgar Bronfman Jr. und das Investmentunternehmen Thomas H. Lee Partners derzeit die Nase vorn hat. Zwar habe der TW-Vorstand um Chairman Richard Parsons noch keine endgültige Entscheidung gefällt, allerdings soll die Gruppe um Bronfman nun bis einschließlich Sonntag eine so genannte Due-Dilligence-Prüfung der Firmenwerte von Warner Music durchführen. Allerdings zweifeln verhandlungsnahe Kreise laut der „New York Times“, ob die Bronfman-Gruppe in der Lage ist, diese Frist einzuhalten. In einem Statement bestätigte EMI-Chairman Eric Nicoli zumindest eine Benachrichtigung durch den Verhandlungspartner: TW habe EMI in der vergangenen Nacht darüber informiert, dass man nun das Angebot einer weiteren Partei als Alternative zur EMI-Offerte prüfe. EMI selbst habe nach Abwägung aller Geschäfts- und Aktionärsinteressen ein umfassendes und faires Angebot vorgelegt, betonte Nicoli. Sobald eine definitive Entscheidung vorliege, werde man dies bekannt geben. Die Bronfman-Gruppe bietet TW rund 2,5 Mrd. Dollar für Warner Music und Warner Chappell. Außerdem soll TW eine Rückkaufsmöglichkeit behalten, um sich im Laufe der kommenden drei Jahre mit einem Minderheitsanteil in Höhe von 15 Prozent erneut an Warner Music beteiligen zu können.
Time Warner gibt EMI einen Korb
Nach dem Vorstandstreffen von Time Warner am 20. November muss die EMI Group im Rennen um die Übernahme von Warner Music mit einer Schlappe rechnen: Aus Unternehmenskreisen von Time Warner war zu hören, dass das Konsortium um Haim Saban und Edgar Bronfman Jr. derzeit die Nase vorn hat.






