Trotz aller Versuche zur Schadensbegrenzung wollen die Probleme für Sony BMG mit dem missratenen Kopierschutz XCP kein Ende nehmen. Nach der Sammelklage, die kalifornische Konsumenten vor zwei Wochen eingereicht hatten, droht der Plattenfirma nun Ärger vom Chefermittler des US-Bundesstaats Texas. Generalstaatsanwalt Greg Abbott erhob am 21. November Zivilklage gegen den Major, weil dieser CDs mit einer Spyware-ähnlichen Software auslieferte.
Sony BMG habe zwar in der vergangenen Woche eine landesweite Rückruf- und Umtauschaktion für die betroffenen gestartet, so Abbott, doch seine Mitarbeiter hätten auch am Sonntag, den 20. November, noch CDs mit dem strittigen XCP-Kopierschutz in der texanischen Hauptstadt Austin kaufen können. Die Plattenfirma habe „mit einem technologischen Nacht-und-Nebel-Täuschungsmanöver“ die Konsumenten hinters Licht geführt, erklärte Abbott und fordert in seiner Klage 100.000 Dollar Strafe für jede einzelne Verletzung des Consumer Protection Against Computer Spyware Act. Dieses Gesetz zum Schutz der Verbraucher trat erst im Lauf dieses Jahres in Texas in Kraft.






