Nach der Stabübergabe von Konrad von Löhneysen an Neffi Temur und dem Weggang von A&R Daniel Schmidt konnte der seit fünf Monaten amtierende General Manager von Universal Records zum Jahreswechsel seine A&R-Team komplettieren. Mit Joe Evans-Chialo, der von Jive aus den Niederlanden kommt, verfügt die Firma nun wieder über einen A&R-Chef. Unterstützt wird Evans-Chialo von Patrycja Pappelbaum, die ihre Aufgaben als A&R-Managerin je zur Hälfte für das Label Urban und für Universal Music Publishing versieht. „Das ist keine Sparmaßnahme, wie manche meinen könnten“, erklärt Temur im Gespräch mit musikwoche.de. „Das ist vielmehr ein neues Modell, wie wir in diesem Bereich vernetzter mit unserem Verlagsarm arbeiten können.“
Auch im Marketingbereich greifen neue Verantwortungsbereiche: So leitet Andrea Frahm nun die Abteilung R&B/HipHop/Latin, während Milijana Gojic als Head of Urban fungiert. Iris Jorde vervollständigt als Promotionleiterin das 20-köpfige Team von Universal Records. Auch ihre Stelle ist geteilt: „Zu zwei Dritteln arbeitet Iris für uns. Ein Drittel ihrer Zeit gehört der Universal Marketing Group„, so Temur. Nicht mehr Teil der Mannschaft sind indes Marco Sumfleth und Nicole Spieker, die mit ihrem Label Freizeit seit Jahresbeginn im Hause Polydor residieren.
Mit der neuen Aufgabenverteilung sieht Temur seine Firma gerüstet für die Herausforderungen des Jahres. Allein im ersten Halbjahr stehen zahlreiche Schwerpunktthemen an: Universal Records erwartet unter anderem Alben von Loona, Nelly, Vanessa Amorosi, Sugababes, Warren G und der mexikanischen Hoffnung Paulina Rubio. Insofern wird die Repertoire-Division auch verstärkt ihrer Rolle als Andockstation für die internationalen Partnerfirmen im Konzern gerecht: „Wir sind Ansprechpartner für alle Universal-Firmen weltweit, die keine direkte Entsprechung innerhalb unserer Strukturen haben“, erläutert Temur. Dennoch liege neben der Auswahl des internationalen Repertoires das Hauptaugenmerk des neuen A&R-Chefs Evans-Chialo auf dem Ausbau des nationalen Künstlerstamms. Dabei soll Universal Records jedoch eine Dance-Company bleiben, meint Temur. „Wir müssen wie zuletzt bei Sylver aus Tracks Acts machen.“







