Wie eine Studie des Instituts für Jugendforschung (IJF) belegt, geben die 13- bis 24-Jährigen für Tonträger lediglich zwölf Euro pro Monat aus. Fast 100 Prozent nennen aber „Musik hören“ als Lieblingsbeschäftigung. Dies fand eine weitere Studie, die von den Verlagen Springer, Ehapa und Bauer in Auftrag gegebene „KidsVerbraucherAnalyse 2003 (KidsVA)“, heraus. An der Entwicklung hat vermutlich auch die Internetpiraterie ihren Anteil: Rund 54 Prozent aller 13- bis 19-Jährigen laden sich nach eigenen Angaben im Internet Spiele und Songs herunter. Im Jahr 2001 lag dieser Wert lediglich bei 33 Prozent. Bei den Sechs- bis Zwölfjährigen ist die Internetbegeisterung noch nicht so stark ausgeprägt, hier nutzen 29 Prozent das Internet häufig oder gelegentlich, 71 Prozent gehen gar nicht online. Unter den Internetbenutzern finden sich nur zwölf Prozent, die Inhalte downloaden.
Die „KidsVA“ untersuchte darüber hinaus auch die mediale Reichweite der Jugendmarken.Hier hat Benjamin Blümchen bei den Musikformaten mit 6,2 Prozent die Nase vorn. An der Spitze: Das TV-Format „Junior“ (Kinderkanal) mit 16,1 Prozent Reichweite. Beliebteste Zeitschrift bei den 13- bis 19-Jährigen ist mit Abstand „Bravo“ (23,2 Prozent), gefolgt von „Computer Bild“ und „Computer Bild Spiele“. Warum der Kampf um die Marktanteile bei den Kids so interessant für die Firmen der Unterhaltungsbranche ist, erklärt das von den Marktforschern geschätzte Vermögen der Kinder und Jugendlichen: Es liegt im Jahr 2003 bei 20,43 Millarden Euro, 2001 waren es lediglich 16,44 Milliarden Euro. Durchschnittlich stehen den Kids 73 Euro Taschengeld pro Monat zur Verfügung. Die „KidsVerbraucherAnalyse“ basiert auf 2643 Interviews mit ausgewählten Heranwachsenden, die nach soziodemographischen Gesichtspunkten ausgewählt wurden. Für die Studie des Instituts für Jugendforschung wurden 1210 Kinder und Jugendliche befragt.






