Recorded & Publishing

Starbucks sticht Tonträgerhandel aus

Beim Verkauf der Ray-Charles-CD „Genius Loves Company“ stach die Kaffeehauskette Starbucks den Tonträgerhandel in den USA aus und verkaufte mehr Exemplare des Werks als jeder andere US-Händler.

Beim Verkauf der postum veröffentlichten Ray-Charles-CD „Genius Loves Company“ hat die Kaffeehauskette Starbucks den Tonträgerhandel in den USA ausgestochen: Von den bislang insgesamt rund 1,3 Mio. in den USA verkauften Exemplaren des Werks entfielen allein 350.000 Einheiten auf Starbucks. Damit schnitt die Kaffeehauskette nach Informationen der „LA Times“ besser ab als jede andere US-Handelsgruppe. Und dass, obwohl die CD bei Starbucks mit einem US-weit einheitlichen Preis von 15,95 Dollar zumeist teurer zu haben war, als etwa in den großen SB-Märkten. Ein ungenannter Musikmanager bezeichnete diesen Erfolg Starbucks‘ gegenüber der „LA Times“ als einen weiteren Sargnagel für den traditionellen Tonträgerhandel. Allerdings hätte Starbucks als Non-Traditional-Outlet wohl auch eher nicht den typischen CD-Käufer angesprochen.

Starbucks hatte sich an der Entwicklung des Produkts beteiligt, große Teile des Marketings mitbestimmt und das Album in seinen 6100 US-Filialen auf Dauerrotation gespielt. Starbucks-Musikchef Ken Lombard nannte die Zusammenarbeit mit dem Label Concord denn auch „einzigartig“: „Die Art wie die Kunden ihre Musik entdecken und schließlich auch kaufen, ist dabei sich weiterzuentwickeln, und unser Hauptgedanke dabei ist, ihnen die Entdeckung so angenehm wie möglich zu machen.“ Mit dem Duett-Album „Genius Loves Company“ wurde Ray Charles nun auch noch postum für einen Grammy nominiert.

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