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Stability AI holt 76 Millionen Dollar von Universal, Sony und Warner

Stability AI hat seine Serie B Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei 76 Millionen Dollar eingesammelt. Das Unternehmen aus Los Angeles bietet spezialisierte KI-Produkte für die professionelle Nutzung in Musik, Gaming und Unterhaltung an.

Mit der neuen Runde steigt das Gesamtfinanzierungsvolumen unter CEO Prem Akkaraju – der das Unternehmen seit Juni 2024 leitet – auf 232 Millionen Dollar. Dieser Betrag entspricht rund 199 Millionen Euro.

Das Kapital fließt laut Unternehmensangaben in die Weiterentwicklung der Produktpalette, den Ausbau der angewandten Forschung sowie die Erweiterung professioneller Dienstleistungen.

Besonders bemerkenswert? Die Investorenliste der neuen Runde. Erstmals steigen die drei großen Musikkonzerne Universal Music, Warner Music und Sony Music gemeinsam bei einem KI-Unternehmen ein. Hinzu kommen der Spieleentwickler Electronic Arts sowie die Investmentfirmen AMD Ventures und Pacific Alliance Ventures. Im Herbst 2025 hat Universal Music bereits einen KI-Pakt mit Stability AI rund um KI-Tools zur Musikerstellung geschlossen. Warner Music hat ungefähr im selben Zeitraum einen Lizenzdeal mit dem KI-Anbieter geschlossen.

Nach Einschätzung des britischen Fachmediums „Music Week“ ist Stability AI – dessen Modellreihe Stable Diffusion mehr als 350 Millionen Mal heruntergeladen wurde – damit das erste KI-Unternehmen, das in einer Finanzierungsrunde direkte Eigenkapitalbeteiligungen aller drei Major-Labels gleichzeitig erhält. Die Musikbranche vollzieht mit diesem Schritt einen Kurswechsel, ist ihr Verhältnis zu KI-Anbietern vielerorts doch durch Rechtsstreitigkeiten und Lizenzkonflikte geprägt.

Die Neuinvestoren ergänzen bereits bestehende Kapitalgeber wie Coatue, Greycroft, Lightspeed Venture Partners und WPP sowie Einzelinvestoren wie Sean Parker, Eric Schmidt und James Cameron, von denen mehrere bereits zum zweiten Mal unter der neuen Unternehmensführung investieren.

„Diese einzigartige Gruppe von Investoren ist eine Bestätigung unserer Vision, dass generative KI jeden Produzenten, Musiker und Geschichtenerzähler befähigt“, kommentiert Akkaraju als CEO von Stability AI. Der Unterschied seiner Firma zu anderen Anbietern: Kreative Menschen entwickelten dort Werkzeuge für andere Kreative. Die Investoren würden dem Unternehmen nun nicht nur Kapital, sondern auch Fachwissen und direkten Zugang zu Artists verschaffen.

Die Finanzierungsrunde folgt kurz auf den Marktstart von Stable Audio 3.0, einer Modellfamilie auf Basis vollständig lizenzierter Trainingsdaten, die Musikschaffende über ein neues DAW-Plugin oder direkt über StableAudio.com nutzen können.

Parallel verstärkt sich der Vorstand im Hause Stability AI: Thomas Laffont, Mitbegründer der Investmentfirma Coatue, übernimmt einen Sitz im Board. „Während andere an allgemeiner KI arbeiten, entwickelt Stability AI kreative Tools – und zwar gemeinsam mit den Künstlern, Studios und Rechteinhabern, deren Arbeit die Branche prägt“, äußert Laffont zu seinem Einstieg.