“Seit wir im vergangenen Herbst unseren ersten Ansatz für KI-Transparenz vorgestellt haben, arbeiten wir an der Umsetzung dieser Prinzipien“, heißt es unter dem Motto „Update April 2026“ in einem ergänzenden Absatz zu einem Onlinebeitrag von Spotify, mit dem das Unternehmen bereits am 25. September 2025 angekündigt hatte, das Thema KI aktiv angehen zu wollen.
Nun starte man „eine Beta-Funktion“, mit der Künstler:innen fortan offenlegen können, ob und wie sie KI in ihrer Musik eingesetzt haben: „Künstler, die dies über ihr Label oder ihren Vertrieb offenlegen, sehen in den Songcredits auf Mobilgeräten die entsprechenden Credits für ihre Beiträge wie Gesang, Texte oder Produktion.“ Dies sei „ein erster Schritt in unserem langfristigen Engagement für Transparenz für unsere Hörer:innen“.
So ganz zufrieden aber scheint man bei Spotify selbst mit diesem Zwischenergebnis rund sechs Monate nach der ersten Ankündigung nicht zu sein: „Wir wissen, dass dies allein keine Komplettlösung ist“, räumt das Unternehmen ein. Der Aufbau eines „wirklich umfassenden Systems“ sei allerdings eine Herausforderung, „die eine branchenweite Abstimmung“ erfordere. Man habe indes „nicht länger warten“ wollen, um zumindest damit zu beginnen: „Deshalb verfolgen wir zwei parallele Ansätze: Wir fügen diese Informationen unseren Songcredits hinzu und arbeiten zugleich weiter an der Entwicklung eines branchenweiten Standards für KI-Kennzeichnung, der Verbraucher:innen einheitliche Informationen über alle Dienste hinweg bietet“, kündigt das Spotify-Team an und verspricht: „Wir werden unseren Ansatz kontinuierlich an die sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen.“
Im Herbst hatte Spotify verkündet, bei der Kennzeichnung von KI-Inhalten auf einen neuen Industriestandard zu setzen, der vom DDEX-Konsortium entwickelt werde. Dort bündeln zahlreiche Akteure der internationalen Musikwirtschaft bereits seit bald 20 Jahren ihre Aktivitäten rund ums Thema der Vereinheitlichung von Metadaten.
Mit dem aktuellen „Update“ macht Spotify vor allem deutlich, wie komplex sich das Themenspektrum rund um Metadaten und KI-Einsatz gestaltet – von der kreativen Selbstauskunft zum Einsatz verschiedener Tools über technische KI-Wünschelruten bis zum branchenweiten Standard – und wie viele Ansätze auch aus Bereichen wie SongDNA oder Artist Profile Protection zusammengeführt werden könnten.






