Recorded & Publishing

Spotify schaltet Artist Profile Protection ein

Sonderausstattung für die Profile von Künstler:innen bei Spotify: Der Streamingdienst will Probleme zum Beispiel mit falsch zugeordneten Veröffentlichungen durch einen ins Dashboard bei Spotify for Artists neu eingebauten Freigabeprozess angehen. Zunächst startet das Projekt Artist Profile Protection in einem Beta-Testlauf.

Die neue Funktion namens Artist Profile Protection soll „die anhaltenden Probleme mit falsch zugeordneten Veröffentlichungen beheben“ und Künstler:innen zusätzliche Kontrollmöglichkeit bieten, teilt das Spotify-Team am 24. März 2026 in einem Beitrag auf seinen Onlineseiten mit. Dabei sei es egal, ob diese Unstimmigkeiten nun durch nicht korrekte Zuordnungen in den Metadaten, durch Namensdoppelungen oder schlichte Übertragungsfehler entstehen würden.

„Musik landet immer wieder auf den falschen Artist-Seiten verschiedener Streamingdienste“, heißt es aus dem Hause Spotify. Das Aufkommen einfach produzierter KI-Tracks verschärfe dieses Problem: „Wir wissen, wie frustrierend das für Künstler:innen und Fans sein kann.“ Einer der im vergangenen Jahr am häufigsten gehörten Wünsche von Artists sei der nach mehr Transparenz gewesen, bevor Musik unter ihrem Namen erscheint. Daher biete man nun – „erstmals bei einem Musikstreamingdienst“ – Künstler:innen die Möglichkeit, Veröffentlichungen vorab zu prüfen. Schließlich würden die längst einfacher zugänglichen Vertriebskanäle auch Schwachstellen bergen, die von Betrügern ausgenutzt werden könnten. Spotify will das neue Tool zunächst mit ausgewählten Kreativschaffenden testen. Ausgehend vom Feedback aus dem Beta-Testlauf will man die Funktionen vor einer breiteren Einführung weiter optimieren.

Im Tagesgeschäft sollen Künstler:innen, die mit dem neuen Tool arbeiten wollen, eine Benachrichtigung erhalten, sobald Musik für ihr Profil verfügbar ist. Diese sollen sie dann zur Veröffentlichung freigeben oder ablehnen können.

Um anstehende VÖs indes nicht mit bürokratischen Hürden zu behindern, sollen „vertrauenswürdige Partner“ der jeweiligen Künstler:innen über individuelle Schlüssel verfügen, die bei der Anlieferung von Songs oder Alben eine automatische Freigabe ermöglichen sollen.