Die Forderung von GEMA-Vizechef Prof. Dr. Jürgen Becker nach einer Miteinbeziehung der Internet-Provider in den Kampf gegen Musikpiraterie stößt auf Kritik: Die SPD will die Privatsphäre der Internetnutzer schützen. „Becker ruft dazu auf, Zugangsprovider zu Blockwarten für das Internet zu machen und die Bürger zu bespitzeln. Das ist ein erster Schritt in die falsche Richtung“, poltert Arne Brand, Sprecher des Arbeitskreis Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Internet (VOV). Unter der Netzadresse www.vov.de hat sich dieser Arbeitskreis zum „Virtuellen Ortsverein der SPD“ zusammengeschlossen. Brand nannte den Vergleich der Bekämpfung der Kinderpornographie mit den kommerziellen Interessen der Musikindustrie „schlicht geschmacklos“. Der SPD-Mann bezog sich auf einen Passus der Popkomm.-Rede von Jürgen Becker, die von der GEMA vorab veröffentlicht wurde: „Mit Recht werden jetzt schon die Access-Provider in den Kampf um die Verhinderung nazistischer Propaganda im Netz einbezogen, ebenso wie bei den Ermittlungsmaßnahmen wegen des Verdachts sexuellen Missbrauchs von Kindern. So können sie doch auch im Kampf gegen den Musikdiebstahl im Netz, der in die Milliarden geht, in die Pflicht genommen werden“, hatte Becker darin erklärt.
SPD attackiert Becker
Die Forderung von GEMA-Vizechef Jürgen Becker nach einer Miteinbeziehung der Internet-Provider in den Kampf gegen Musikpiraterie stößt auf Kritik: Die SPD will die Privatsphäre der Internetnutzer schützen.






