Recorded & Publishing

Sony Music startet stark ins neue Geschäftsjahr

Die Sony-Musiksparte erzielte im ersten Fiskalquartal des neuen Geschäftsjahres prozentual zweistellige Zuwächse bei Umsätzen und operativen Erträgen. Das zeigt die Bilanz, die der Sony-Konzern am 31. Juli 2026 vorlegte – samt einer Korrektur bei den Zahlen des Verlagsarms

Zunächst ging es bei der Präsentation der Zahlen fürs erste Quartal des neuen Geschäftsjahres allerdings um das schwere Erdbeben, das kurz zuvor den Südwesten Japans traf und zahlreiche Tote forderte. Sony, so informierte der Konzern, verfüge in der betroffenen Präfektur Kumamoto über mehrere Produktionsstätten für unter anderem Halbleiter, die von dem Umglück zwar betroffen seien, aber keine größeren Schäden erlitten hätten. Während die Produktion an einem Standort noch ruht, soll der Betrieb an anderen Orten bereits wieder angelaufen sein.

Bei Sony Music weist die Bilanz für die drei Monate bis Ende Juni 2026, die zugleich  das erste Fiskalquartal im Geschäftsjahr des Sony-Konzerns bilden, derweil Einnahmen in Höhe von 562 Billionen Yen aus oder umgerechnet rund 3,05 Milliarden Euro, womit das Musikgeschäft auf Yen-Basis ein Umsatzplus von 20,8 Prozent verbucht. Dazu hätten Zuwächse im Streaming ebenso beigetragen wie höhere Einnahmen aus Live Events und Merchandising, der Konzern nennt an erster Stelle aber auch den Einfluss von Wechselkursen.

Beim operativen Gewinn verbuchte Sony Music bei 105,9 Billionen Yen ein Plus von gut 14 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, beim bereinigten OIBDA-Vorsteuergewinn ging es um fast 14,8 Prozent rauf auf 134,4 Billionen Yen.

Unter anderem profitierte Sony Music vom Kataloggeschäft: So landeten gleich zwei Alben von Michael Jackson unter den fünf Bestsellern des ersten Fiskalquartals: „Thriller“ findet sich ganz vorn, „Bad“ auf Position vier. Werke von Ella Langley, Bad Bunny und Raye komplettieren die Top 5, wobei Band Bunny und Ella Langley es in den Top 10 auf jeweils eine zweite Nennung bringen.

Eine interessante Zusatzinformation findet sich zudem im eher Kleingedruckten der Bilanz: So hatte MusikWoche bei einem Blick in die Sony-Bilanz fürs jüngste Geschäftsjahr festgestellt, dass der Konzern für die Musikverlagssparte Sony Music Publishing zum Ende des Fiskaljahres 2025 noch 6,63 Millionen Songs im Portfolio meldete, zum 31. März 2026 waren es indes nur noch 5,45 Millionen Werke. Aktuell schraubt Sony die Zahl der hier verwalteten Werke nun auf 7,57 Millionen und verweist dazu auf eine vorherigen Überprüfung des Ende März gemeldeten Bestands.