Recorded & Publishing

Sony Music bestätigt Übernahme des Katalogs der Recognition Music Group

Die Recognition Music Group, ehemals Hipgnosis, die sich im Besitz von Blackstone befindet, verkauft ihren gesamten Katalog an Sony Music Publishing. Zwar nennen die Beteiligten offiziell kein Preisschild, doch US-Medien wie „Billboard“ oder „Bloomberg“ berichteten vorab von einer Transaktion im Wert von 3,5 bis vier Milliarden.

Dies dürfte einer der dicksten Fische im Geschäft mit Musikkatalogen sein: Der Katalog der Recognition Music Group, der eigenen Angaben zufolge 45.000 Songs umfasst, ist Sony Music wohl bis zu vier Milliarden Dollar wert. Das berichteten „Billboard“ und „Bloomberg“ übereinstimmend. Mittlerweile hat der Major die geplante Transaktion bestätigt.

Das Investment wird von der Sony Music Publishing Group im Rahmen des Joint Ventures mit dem Staatsfonds GIC aus Singapur getätigt, das sich im Januar 2026 offiziell formierte. Auch die Sony Bank beteiligt sich an dem Deal, wie die Partner am 11. Mai mitteilten.

Sony Music hatte sich zuvor bereits Teile des Recognition-Katalogs gesichert und die Hipgnosis Songs Group übernommen.

Zum bislang von Blackstone verwalteten Portfolio gehören die Verlagsrechte an Songs wie „Don’t Stop Believin’“ von Journey, „Locked Out of Heaven“ von Bruno Mars, „Bad Romance“ von Lady Gaga, „Single Ladies“ von Beyoncé und vielen weiteren bekannten Titeln.

„Wir sind sehr stolz und freuen uns riesig, durch diesen bedeutenden Erwerb diesen unglaublichen Katalog mit vielen der größten Songs der Popgeschichte vertreten zu dürfen“, gibt Rob Stringer, Chairman der Sony Music Group, zu Protokoll.

„Diese Transaktion ist für Blackstone und unsere Investoren ein großer Erfolg und stellt einen weiteren Vertrauensbeweis für Musikrechte als etablierte Anlageklasse dar“, so Qasim Abbas, Senior Managing Director und Head of Tactical Opportunities International bei Blackstone. „Sony ist ein hervorragender Partner für diese legendären Kataloge.“

Recognition Music Group macht weiter

Wichtig ist allerdings, dass Sony Music nur den Katalog und nicht das Unternehmen Recognition Music Group kauft. Abbas betont: „Wir freuen uns darauf, über Recognition weiterhin in den gesamten Musiksektor zu investieren.“

Jon Platt, Chairman und CEO von Sony Music Publishing, fügt hinzu: „Unsere Investition in diesen außergewöhnlichen Katalog spiegelt unseren Glauben an die unvergängliche Kraft großartiger Musik wider – ein Glaube, der in der gesamten Sony Music Group tief verwurzelt ist und von unseren Partnern bei GIC geteilt wird. Diese zeitlosen Songs prägen nach wie vor die Kultur und inspirieren Generationen, und es ist uns eine Ehre, ihr Vermächtnis als Hüter ihres nächsten Kapitels zu bewahren.“

Die Recognition Music Group startete im Sommer 2025 als Nachfolgerin von Hipgnosis. Blackstone kaufte den Katalog aus dem Konglomerat von Merck Mercuriadis heraus und zahlte laut Medienberichten rund 1,57 Milliarden Dollar. Die Beteiligungsgesellschaft dürfte mit dem nun beschlossenen Verkauf also keinen schlechten Deal gemacht haben.