Die stationären Musikdownloads könnten schon bald ernsthafte Konkurrenz durch mobile Downloads auf UMTS-Handys bekommen. Vodafone verkaufte in den drei Monaten seit der Eröffnung seines Angebots im November 2004 bereits eine Mio. Songs. Europas größter Mobilfunkprovider bietet den Service für UMTS-Kunden über sein Entertainmentportal Vodafone live! an. Der Startschuss erfolgte im letzten Jahr zunächst in Deutschland, die 3G-Märkte in Griechenland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden und Großbritannien folgten und folgen zum Teil noch immer.
Wie viele 3G-Kunden Vodafone inzwischen in Europa hat, verriet das Unternehmen nicht, doch ein Blick auf die mobilen Bestseller zeigt, dass das Gros der aufs Handy downloadenden Musikfans aus dem deutschsprachigen Raum stammt. Am meisten gefragt war dabei die Formation Söhne Mannheims, deren mobile Verkaufslizenzen sich Vodafone durch einen Vertrag mit dem Digitalvertrieb Zebralution gesichert hatte. Bei den einzelnen Songs setzten sich Jay-Z und Linkin Park durch: „Numb/Encore“ fand mehr mobile Käufer als „The Sound Of San Francisco“ von Global Deejays und dem Söhne-Mannheims-Hit „Und wenn ein Lied“.
Vodafone hatte erst zur CeBIT seinen Downloadkatalog auf eine halbe Mio. Titel aufgestockt und bezieht Songs von Sony BMG, Warner Music, EMI und diversen Independentlabels. Für 3G-Kunden kostet ein Song 1,99 Euro, wer gleich drei Titel im Paket kauft, bezahlt nur fünf Euro. Die Titel können nach dem mobilen Download auch auf den Computer übertragen und bis zu dreimal auf CD gebrannt werden.




